Schildesche Linie 3 soll bis Theesen rollen

Politiker lehnen Einstellung der Planfeststellung ab

Schildesche (syl). Mit Mehrheit (SPD, Grüne, BfB, Linke) lehnten die Bezirkspolitiker das Vorhaben der Bezirksregierung Detmold ab, das Planfeststellungsverfahren für die Verlängerung der Stadtbahnlinie 3 nach Theesen einzustellen. Damit schlossen sie sich dem Votum aus Jöllenbeck (NW vom 10. November) an. Fünf Gegenstimmen kamen von CDU und FDP.

"Die BZV beantragt beim Rat der Stadt Bielefeld und Bezirksregierung stattdessen, das seit 2003 ruhende Verfahren wieder aufzunehmen und die Planungen den heutigen rechtlichen Forderungen anzupassen", heißt es in dem Antrag der SPD-Fraktion, dem zehn Politiker ihre Stimme gaben.

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Vorab hatte Sebastian Galle vom Amt für Verkehr die Ergebnisse der Potenzialanalyse "Stadtbahn 2030 in Bielefeld" vorgestellt: "Auch wenn die Planfeststellung aufgegeben wird, soll die Trasse freigehalten werden." Bezirksbürgermeister Detlef Knabe (SPD): "Die Stadtbahn nach Theesen ist für uns nach wie vor ein wünschenswertes Ziel." Thomas Wünsche (FDP) wollte wissen, ob das Verfahren bei Einstellung 2030 noch einmal neu aufgerollt werden könne. Dies bestätigte Galle. Für Susanne Kleinekathöfer (SPD) steht jedoch fest: "Wenn wir der Einstellung zustimmen, bedeutet das die Beerdigung der Linie 3."

Michael Ulrich Krüger (CDU) plädiert für eine bessere Anbindung der Ortsteile mit Quartiersbussen. Die Frage, ob durch die Einstellung des Planfeststellungsverfahrens Mittel für die übrigen Linien nach Sennestadt, Heepen und Hillegossen frei werden, musste der Mitarbeiter des Amtes für Verkehr verneinen.

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