Yeter Akman, Manfred Quelle und Monika Hillebrand (vorne v. l.) sowie Gabi Lümkemann, Antje Barkhau, Gisela Frahne, Inge Lehmann, Lore Seredszun, Elisabeth Kallabis, Birgitta Pfeifer, Elke Ameling, Annette Hunger, Heidi Rodenkirchen und Martina Dittmar (v. l.) bedauern das Ende der Hausaufgabenbetreuung an der Plaßschule. - © FOTO: ANDREAS ZOBE
Yeter Akman, Manfred Quelle und Monika Hillebrand (vorne v. l.) sowie Gabi Lümkemann, Antje Barkhau, Gisela Frahne, Inge Lehmann, Lore Seredszun, Elisabeth Kallabis, Birgitta Pfeifer, Elke Ameling, Annette Hunger, Heidi Rodenkirchen und Martina Dittmar (v. l.) bedauern das Ende der Hausaufgabenbetreuung an der Plaßschule. | © FOTO: ANDREAS ZOBE

Schildesche "Projekt darf nicht verschwinden"

Hausaufgabenbetreuung an der Plaßschule muss aus finanziellen Gründen eingestellt werden

Schildesche (mol). In der Danksagung ihrer Diplomarbeit zur Wirtschaftsjuristin wendet sich Yeter Akman auch an ihre ehemalige "Hausaufgabenmutter" Monika Hillebrand, der sie so viel zu verdanken hat. "Das war ein tolles Gefühl, als ich die Arbeit in meinem Briefkasten hatte und den Text gelesen habe", so Hillebrand: "Man hat ja immer noch das kleine Mädchen von damals vor Augen."

Solche Geschichten werden sich wohl künftig nicht mehr ereignen: Die Hausaufgabenbetreuung an der Plaßschule muss eingestellt werden. "Das Amt für Integration hat umstrukturiert und kann nun kein Geld mehr für ausschließliche Hausaufgabenbetreuung zur Verfügung stellen", sagt die stellvertretende Schulleiterin Martina Dittmar. Dabei sei das Projekt so viel mehr gewesen – auch Integration von Kindern, die zusätzliche Unterstützung benötigen.

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Schon seit dem Ende der 70er Jahre gab es im Gemeindehaus am Steinsiek Hausaufgabenbetreuung. "In den 80er Jahren wurde sie dann von der Schule übernommen", sagt der ehemalige Schulleiter Manfred Quelle. Einige der Hausaufgabenmütter sind seit Jahrzehnten dabei – so etwa Monika Hillebrand, die 1987 als Hausaufgabenmutter begonnen hat.

"Das ist das Außergewöhnliche an dieser Schule", sagt Elisabeth Kallabis, ehemalige Lehrerin: "Woanders gibt es eine hohe Fluktuationsrate, aber hier gab es immer eine enorme Verlässlichkeit und Kontinuität."

Und so kommt es, dass die Hausaufgabenbetreuung in den letzten 30 Jahren mit nur etwa 10 Müttern bestritten werden konnte – von Montag bis Donnerstag jeweils eine Stunde pro Tag mit vier Frauen, die als Honorarkraft einen kleinen Obulus bekamen.

Zum Dank für ihre Einsatzbereitschaft sind gestern alle Hausaufgabenmütter zu einem gemeinsamen Nachmittag mit Kaffee und Kuchen in die Plaßschule eingeladen worden. "Es kann nicht sein, dass dieses Projekt verschwindet", sagt Akman. "Die Hausaufgabenbetreuung muss weiterhin bestehen."

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