Absperrungen abgeräumt: Nach rund vier Monaten sind die Bauarbeiten fertig. - © Wolfgang Rudolf
Absperrungen abgeräumt: Nach rund vier Monaten sind die Bauarbeiten fertig. | © Wolfgang Rudolf

Sudbrack Apfelstraße ist nach Bauarbeiten zur Buckelpiste geworden

Verkehr rollt: Die Kanalbauarbeiten in Sudbrack sind erledigt. Die Fahrbahn wurde zunächst "provisorisch geschlossen". Pendler sind erfreut und irritiert zugleich

Dennis Rother

Sudbrack. Die gute Nachricht vorab: Zwischen den Einmündungen Sudbrackstraße und Hohes Feld rollt auf der Apfelstraße seit gestern wieder der Verkehr. Die Kanalbauarbeiten sind abgeschlossen, Warnbaken und Absperrungen wurden bis gestern Mittag abgeräumt, der Weg ist frei. Das freut City-Pendler aus Richtung Schildesche nach dem jüngsten Chaos und Dauerstaus. Ein wenig irritiert meldeten sich gegen Mittag die ersten NW-Leser wegen des Zustands der Fahrbahn. Sie monieren, dass die Strecke nun zur "Buckelpiste" geworden ist. Ändern dürfte sich das frühestens in zwei Jahren. "Es ruckelt im Auto jetzt mehr als vorher", sagt etwa ein Leser nach seiner "Premierenfahrt" Richtung Innenstadt verdutzt. "Nicht gut für Stoßdämpfer." Ein weiterer berichtet, dass er auf seinem Moped-Sitz samt Rucksack auf- und abgewippt ist. Der Grund für die etwas unebene Fahrbahn: es ist eine "provisorische Schließung" der Fahrbahndecke. Laut Hans Martin vom Amt für Verkehr hat die Verwaltung sich für diese Option bewusst entschieden. Es handelt sich um eine sogenannte Tragdeckschicht, also eine bewusst gröbere Asphaltsorte, mit der laut Hersteller etwa auf untergeordneten Straßen einschichtige Befestigungen gebaut werden können. Die Rohstoffe müssen laut Hersteller geringere Anforderungen erfüllen als bei anderen, profunderen Deckschichten. Die neue Schicht, die auf rund 200 Metern zum Einsatz kam, solle und müsse sich nun etwas setzen, sagt Hans Martin. "2019 oder 2020 wird die Decke dann vollständig erneuert", so der Verkehrsamtssprecher. Ersetzt wurde in den vergangenen Wochen lediglich der Teil der Deckschicht, der für die umfassenden Kanalbauarbeiten aufgebrochen werden musste. Wie berichtet, hofft die Stadt Bielefeld für die angedachte Fahrbahnerneuerung in Schildesche in zwei Jahren auf Finanzhilfen vom Bund. Das Geld käme aus dem Kommunal-Investitionsprogramm. In der Apfelstraßen-Planung ist der Streckenabschnitt zwischen Kreuzung Sudbrackstraße und der Einmündung der Ditfurthstraße vorgesehen. Gesperrt war die Apfelstraße seit Anfang Juli, nach jahrelanger Planung wurde die Kanalisation umfassend erneuert. Gebaut wurde indes an der Apfelstraße bereits seit Oktober 2016: Die Stadtwerke ließen bei Kanalbau-Vorarbeiten als städtischer Versorger durch die Firma Gajos Stromleitungen und deren Hausanschlüsse erneuern.

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