Schildesche "Johannisbachauenburger": Hamburger mit Rindfleisch aus der Region

Eine kleine Herde, zwei Bullen, ein Burger. Wer hat Lust auf heimisches Wildrind aus Bielefeld? Das gibt's jetzt in der Gaststätte Seekrug am Obersee.

Niklas Rathert

Schildesche. Es klingt gut und es klingt umständlich. Am Bielefelder Obersee gibt's jetzt den "Johannisbachauenburger", einen Hamburger mit Rindfleisch von Rindern, die in der Bielefelder Johannisbachaue grasen durften. Schmeckt man das? "Schon beim Braten der Burger Patties merkt man am Geruch, dass es sich nicht um typisches Rinderfleisch aus dem Supermarkt handelt”, sagt zumindest Seekrug-Betreiber Christian Schulz, wo der Burger auf der Speisekarte steht. Geschmacklich gehe es "leicht in Richtung Wildart”. Das Fleisch ist eine rare Spezialität: Nur 30 Tiere umfasse in der Regel die Herde der Johannisbachaue in der Nähe des Viaduktes, sagt Schulz. Er hat sich kürzlich zwei Bullen für seinen Bielefeld-Burger gesichert. „Nachhaltigerer und lokalerer Burgergenuss ist quasi unmöglich" Auf der Speisekarte preist der Restaurantbesitzer am Obersee das so an: „Nachhaltigerer und lokalerer Burgergenuss ist quasi unmöglich". Laut Aussage des Seekrugs würden die zotteligen Heckrinder tiergerecht auf der Johannisbachaue aufgezogen. Ein kurzer Blick ins Gourmetlexikon: Heckrinder sind weniger hochgezüchtete Kühe, sondern eine rückgezüchtete Urrasse. Am Johannisbach in Schildesche rennen die Tiere den ganzen Tag auf der Weide herum, sagt Schulz. Fleisch aus der Idylle also. Es gebe keine Zufütterung und keine Medikamente. Geschlachtet werden die Tiere in der Schlachterei Münch in Ummeln - bevor sie dann ihre Bestimmung im "Johannisbachauenburger" finden. (Auf Lesernachfrage hin ergänzt: 12,50 Euro kostet der Auenburger...)

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