Blumen und Urkunden: Obermeister Markus Turri (l.) und seine Stellvertreterin Bettina Niese ehrten Heinz Sieks und Wolfgang Plümer (2. u. 3. v.l.) mit Diamantenen Meisterbriefen. - © Oliver Krato
Blumen und Urkunden: Obermeister Markus Turri (l.) und seine Stellvertreterin Bettina Niese ehrten Heinz Sieks und Wolfgang Plümer (2. u. 3. v.l.) mit Diamantenen Meisterbriefen. | © Oliver Krato

Bielefeld Seit 60 Jahren Friseurmeister

Auszeichnung: Diamantene Meisterbriefe für Heinz Sieks und Wolfgang Plümer

Sebastian Kaiser

Schildesche. „Früher gingen die Leute häufiger zum Friseur. Manche Kunden kamen sogar jede Woche“, erinnern sich Heinz Sieks und Wolfgang Plümer. Sie müssen es wissen. Schließlich legten beide im Jahr 1956 ihre Meisterprüfungen im Friseurhandwerk ab. Von Markus Turri, Obermeister der Bielefelder Friseurinnung, und seiner Stellvertreterin Bettina Niese erhielten beide jetzt ihre Diamantenen Meisterbriefe. Ausgezeichnet wurden sie während der Seniorenweihnachtsfeier, die die Innung im Restaurant „Alt Schildesche“ ausrichtete. Etwa ein Drittel der fast 300 Friseurbetriebe in der Stadt gehören der Innung an. Heinz Sieks ist 84 Jahre alt und eröffnete direkt nach der Meisterprüfung seinen Salon an der Jöllenbecker Straße. „Bis zu zehn Mitarbeiter hatte ich früher“, erzählt Sieks. „Bis ich 75 Jahre alt war, habe ich noch regelmäßig im Geschäft mitgearbeitet“, sagt er. Vor allem viele Stammkunden wollten auf seine Dienste nicht verzichten. Heute wird das Geschäft von seinem Sohn und seiner Tochter geführt. Die Kunden kommen nach wie vor aus der näheren Umgebung, einige nehmen auch weitere Wege in kauf. Ebenfalls als junger Meister startete Wolfgang Plümer in die Selbstständigkeit und damit in eine Zeit, „in der ich morgens der Erste und abends der Letzte im Laden war.“ Am Kattenkamp lag sein erstes Geschäft. „1980 sind wir dann an die Apfelstraße umgezogen“, berichtet er. Mit 67 Jahren sei er in den Ruhestand gegangen, so der 83-Jährige, der im Jahr 2000 Schützenkönig in Schildesche war. Das Friseurgeschäft gibt es nach wie vor und es ist ein Familienbetrieb geblieben: Plümers Sohn und Schwiegertochter leiten es, seine Frau arbeitet noch mit.

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