Bester Laune: Ulrike Krause und Petra Völker-Meier (v. l.) freuen sich über die Förderung. Ulrich Hüttemann ist Vorstandsmitglied der Osthushenrich-Stiftung. - © Christiane Buuck
Bester Laune: Ulrike Krause und Petra Völker-Meier (v. l.) freuen sich über die Förderung. Ulrich Hüttemann ist Vorstandsmitglied der Osthushenrich-Stiftung. | © Christiane Buuck

Schildesche Wie man Hochbegabung erkennt

Hilfe: Die Osthushenrich-Stiftung unterstützt Anschaffung von Schulungsmaterial für pädagogische Einrichtungen

Christiane Buuck

Schildesche. Hochbegabte Kinder und deren Eltern stehen oft vor großen Problemen, denn laut Fachleuten werden Hochbegabungen oft nicht erkannt. Die Folgen: Kinder fühlen sich in der Schule eventuell unterfordert, stören, werden sozial auffällig bis zur totalen Verweigerungshaltung. Beratungsstellen für Eltern von hochbegabten Kindern gibt es noch kaum. In Schildesche gibt es an der Hedwig-Dornbusch-Schule Beratungsabende. Die Osthushenrich-Stiftung unterstützt. Hochbegabung und gute Schulleistungen decken sich dabei nicht zwangsläufig, heißt es von Experten. Eltern seien oft ratlos, wenn sie merken, dass ihr Kind "anders" ist. Es gebe kaum Anlauf- und Beratungsstellen für Betroffene. Das Thema "Hochbegabung" bei Kindern werde bislang in der Ausbildung von pädagogischen Fachkräften meist nur stiefmütterlich behandelt. Ulrike Krause, Erzieherin in einer Paderborner Kindertageseinrichtung sowie Fachkraft und Dozentin für Hochbegabtenförderung, und Diplom-Pädagogin Petra Völker-Meier von der Deutschen Gesellschaft für das hochbegabte Kind (DGhK) wollen diesem Defizit entgegenwirken. Sie fassten im Jahr 2016 den Entschluss, Schulungsmaterial über das Erkennen und Fördern von hochbegabten Kindern zu entwickeln. "Gut, dass sich mal jemand darum kümmert", lobt Ulrich Hüttemann, Vorstandsmitglied der Osthushenrich-Stiftung, die ehrenamtliche Initiative der engagierten Pädagoginnen. Weil das Buch von Ulrike Krause und Petra Völker-Meier gut in das Konzept der Stiftung passe, werde die Anschaffung dieses Materials für alle interessierten pädagogischen Einrichtungen in Ostwestfalen mit insgesamt 3.000 Euro gefördert. Fallbeispiele, konkrete Tipps, Spielmaterial und Elternhilfe Wichtig sei, dass Hochbegabung schon in der Kindertagesstätte erkannt würde, denn so könnte den Problemen, die sich aus einer unerkannten Hochbegabung möglicherweise ergeben, entgegengewirkt werden. Dafür sollen Materialien zur Verfügung gestellt werden. Ulrike Krause wünscht sich, "dass wenigstens eine Erzieherin in jeder Kita sich mit Hochbegabung auskennt". Das neu erstellte Schulungsmaterial ist geeignet für den Einsatz in der Aus- und Fortbildung von Erzieherinnen, könne aber auch für Eltern ohne pädagogische Vorbildung eine wichtige Handreichung sein. In verständlicher und übersichtlicher Form seien Informationen zum Thema Hochbegabung zusammengetragen worden. Es enthalte unter anderem Fallbeispiele und Tipps für konkrete Angebote zu Spielmaterialien und für die Zusammenarbeit mit Eltern. Die Osthushenrich-Stiftung mit Sitz in Gütersloh gibt es seit dem Jahr 2006. Sie fördert die Bildung und Erziehung von Kindern und Jugendlichen in Ostwestfalen. Es gehe unter anderem um gesellschaftliche und berufliche Integration.

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