Ein Bierchen in Ehren: (v. l.) Sebastian Magner, Johannes Zinn, Manuel Lonke, Daniel Kinder und Aleksandra Nieduzak stoßen auf den Schildescher Karneval an. - © Christina Falke
Ein Bierchen in Ehren: (v. l.) Sebastian Magner, Johannes Zinn, Manuel Lonke, Daniel Kinder und Aleksandra Nieduzak stoßen auf den Schildescher Karneval an. | © Christina Falke

Bielefeld Schildescher Jecken feiern Striptease der „flotten Vierziger“

Karneval der Kolpingfamilie: Schildescher Jecken feiern unter dem Motto "Es steppt der Bär im He Oh Te"

Christina Falke

Bielefeld-Schildesche. Zum Karneval der Kolpingsfamilie hatte die Männerwelt nun wieder Zutritt - war ihre Anwesenheit doch noch eine Woche zuvor beim Frauenkarneval der katholischen Frauengemeinschaft Schildesche nicht gestattet. So kamen am Samstagabend 380 feierwütige Narren ins HOT Schildesche. Das dreizehnköpfige Organisationsteam um Klaus Vogelsang hatte einmal mehr alles gegeben und den Kolping-Karneval zu einem Ereignis gemacht. Unter dem Motto "Es steppt der Bär wie eh und je im neu gestylten He Oh Te" feierten vor allem viele Stammgäste des Schilsker Karnevals hier bis in die frühen Morgenstunden. Eigentlich reist Vogelsang für die Wahl seines Kostüms Jahr für Jahr in die Karnevalshochburg nach Köln. In diesem Jahr jedoch ging er neue Shoppingwege. Im Internet fand er eine nordamerikanische Soldaten-Uniform aus Bürgerkriegszeiten. "Weil es in Nordamerika auch Bären gibt, fand ich die passend zum Motto", erklärte Vogelsang. Zunächst einmal aber tauschte der Schildescher Karnevalspräsident diese gegen die Gardeuniform und begrüßte pünktlich um 20.11 Uhr die Narren mit einer gewohnt kurzen Rede und einem dreifachen "Schilske Schilau". Der Kölner Karnevalsklassiker "Denn wenn et Trömmelche jeht, dann stonn mer all parat" eröffnete die obligatorische Schunkelrunde und alle sangen lautstark mit: "Kölle alaaf, alaaf!" Ohne rheinische Musikklänge geht's auch beim Karneval in Bielefeld nicht. Björn Kater von den Memory Cats aus Lemgo und DJ Marc Walter sorgten für die richtige Musikauswahl. Und hatte sich der eine und andere Narr immer noch gegen die Wand gelehnt und sich an seinem Getränk festgehalten, zog Walter die Geheimwaffe und schickte Helene Fischer mit "Atemlos" durch die Boxen - schneller ist eine Tanzfläche nicht zu füllen. Den Auftakt zu den festen Programmpunkten des Abends machten Nikolas, Nico, Jan-Luca und Paul. Als die "Hot Rebells" legten die "Supermänner" einen Striptease hin, der besonders die Närrinnen zum Kreischen hinriss. "Die flotten Vierziger" präsentierten erneut ihre Performance vom Frauenkarneval, bei der sie sich von Engelchen zu Piraten wandelten. "Die Altbewährten" gaben in ihrem Sketch die Männer an der Garderobe ab, um selber mal wieder einen schönen Konzertabend zu haben. "Die falschen Fuffziger" nahmen wieder das Gemeindeleben auf die Schippe und die "Cocktailkirschen" schwangen die Tanzbeine genauso wie Hannelore und Monika beim Schweine-Tango und das Männerballett "Die Traumtänzer". Die Einnahmen sind für karitative Zwecke in Mexiko.

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