Schwierige Verkehrssituation: Rolf Isringhausen (v. l.), Mona Zülke, Udo Ostmann, Gerlint Dröge, Erika Bergander, Willy Hammerschlag und Sonja Heckmann machen auf Probleme rund um die BGW-Wohnanlage am Pfarracker aufmerksam. - © Sylvia Tetmeyer
Schwierige Verkehrssituation: Rolf Isringhausen (v. l.), Mona Zülke, Udo Ostmann, Gerlint Dröge, Erika Bergander, Willy Hammerschlag und Sonja Heckmann machen auf Probleme rund um die BGW-Wohnanlage am Pfarracker aufmerksam. | © Sylvia Tetmeyer

Schildesche Anwohner der Straße "Am Pfarracker" fordern Tempo 30

Bürgerforum: Mitglieder haben sich Gedanken zur Verbesserung der Verkehrssituation gemacht - und einen Fragebogen verteilt

Sylvia Tetmeyer

Schildesche. Sie haben brenzlige Situationen beobachtet, die zustande gekommen sind, weil Autos zu schnell fahren, Zebrastreifen fehlen oder Straßenabschnitte schlecht einsehbar sind. Um zu erfahren, welche Wünsche Anwohner haben, um die Verkehrssituation zu verbessern, haben Mitglieder des Bürgerforums einen Fragebogen verteilt und ausgewertet. "Es ist schon toll. Wir haben 220 Umfrageschreiben an die Haushalte verteilt und 68 Antwortbogen zurückbekommen", sagt Sonja Heckmann. Die Rückmeldungen habe die etwa zehnköpfige Gruppe zum Anlass genommen, Bezirksbürgermeister Detlef Knabe zu einem Ortstermin einzuladen. Dieser habe geraten, das Anliegen während der kommenden Sitzung der Bezirksvertretung vorzustellen. Die Auswertung des Fragebogens hat ergeben, dass die meisten Anwohner sich eine Tempo-30-Zone für den gesamten Pfarracker wünschen. Fast ebensoviele möchten, dass an der vorhandenen Querungshilfe zusätzlich ein Zebrastreifen aufgemalt wird. Ein Verbot von Lastwagen über 7,5 Tonnen fordern 21 der 68 Männer und Frauen, die den Bogen ausgefüllt haben. Auch ein Parkverbot auf dem Randstreifen sei sinnvoll. Die Antwortmöglichkeit: "Ich fühle mich bereits sicher. Es braucht sich somit nichts ändern" kreuzten lediglich fünf Schildescher an. "Es kommt vor, dass Autos die Querungshilfen auf der Gegenfahrbahn umfahren, wenn sie einen Bus überholen wollen", berichten Udo Ostmann und Mona Zülke. Ganze Schulklassen würden den Pfarracker entlanggehen, um zum Hallenbad zu gelangen. Sonja Heckmann betont, dass die Verkehrssituation nicht nur Senioren stört, die mit Gehhilfen unterwegs sind: "Auch Mütter und Schulkinder möchten etwas ändern." "Das Amt für Verkehr hat 2007 eine Verkehrszählung durchgeführt. Demnach befuhren pro Tag 1.742 Autos die Straße", sagt Rolf Isringhausen. Als Problem für die Einführung einer Tempo-30-Zone werde vom Amt für Verkehr angeführt, dass dann überall die Vorfahrtsregel "rechts vor links" gelte. Dies könne zu Verspätungen bei den Bussen führen. Gerlint Dröge kann das nicht nachvollziehen: "Es gibt auf der Strecke vier Haltestellen. Die Busse können sowieso nicht schnell fahren." Udo Ostmann meint, dass MoBiel dann den Fahrplan anpassen müsse.

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