Bielefeld-Gellershagen Neues Studentenwohnheim mit 236 Plätzen

Bis Ende Januar werden die Reste des alten Wohnheims an der Stenner Straße abgefahren

Sylvia Tetmeyer

Bielefeld-Gellershagen. Bergeweise Schutt, Holzbretter, Metall und Fassadenplatten bestimmen zurzeit das Bild an der Storchsbrede, Ecke Stenner Straße. Bis Ende Januar ist die Firma Hagedorn noch mit dem Abbruch des ehemaligen Studentenwohnheims beschäftigt. Das Studierendenwerk als Eigentümer will das Hochhaus durch mehrere gegliederte Bauten ersetzen. Das bisherige 65 Meter lange und bis zu achtgeschossige Gebäude war baufällig und entsprach nicht mehr den aktuellen Anforderungen. Der einstige Plattenbau wurde 1973 mit 227 Appartements errichtet, die etwa 18 Quadratmeter groß waren. "Es werden mehrere kleine Gebäude anstelle eines großen gebaut, weil der Bebauungsplan eine Bebauung in der vorigen Form nicht mehr zulässt", sagt Sprecherin Annette Vormbrock-Reinert. Die neue Aufteilung passe besser in das Gesamtbild. "Es wird auf dem 7.200 Quadratmeter großen Grundstück zukünftig 236 Wohnplätze geben, davon 160 Einzelappartements sowie mehrere Zweier- und Dreierappartements", erklärt Vormbrock-Reinert. Neben den 70 bis 80 Pkw-Stellplätzen seien "ausreichend Fahrradplätze in einer Stellplatzanlage und einem Fahrradkeller" eingeplant. Eigentlich hatten die Bezirkspolitiker bereits Ende 2015 über den Bebauungsplan abgestimmt. Da das Studierendenwerk den alten Mobilfunkmasten jedoch beseitigen wollte, ohne eine Alternative zu haben, mussten die Pläne 2016 erneut offengelegt werden. "Der Mobilfunkmast ist durch einen temporären Masten auf dem Baugrundstück ersetzt worden. Später wird der ursprüngliche Mast wieder auf eines der neuen Gebäude gesetzt", erläutert die Sprecherin des Studierendenwerkes. "Wir hoffen, dass das Vorhaben in der zweiten Hälfte 2019 fertiggestellt und die Anlage bezogen werden kann", so Vormbrock-Reinert. Bevor der Einzugstermin sicher sei, würden jedoch noch keine Mietverträge geschlossen. Bevor an den Einzug gedacht werden kann, muss das Altgebäude jedoch zunächst abgebaut sein. Peter Elstermann, Bauleiter der Firma Hagedorn, erklärt, dass zurzeit die Arbeiten zur Aushebung des Kellers laufen. Im Einsatz seien sechs Mitarbeiter mit vier Baggern. Fassadenplatten, Steine, Styropor, Holz - alles werde getrennt und anschließend recycelt. Auch die Fenster seien zuvor ausgebaut worden. Viele Anwohner beobachten das Geschehen hinter dem Zaun.

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