Der Bauherr BLB hat die Planungen für den Uniumbau komplett überarbeitet. - © BLB
Der Bauherr BLB hat die Planungen für den Uniumbau komplett überarbeitet. | © BLB

Bielefeld Uni-Sanierung abgespeckt: Planungen komplett überarbeitet

Keine Überdachung für den offenen Innenhof, keine Terrassenabstufungen im neuen Eingang, eine kleinere Freitreppe und ein neuer Hörsaal sind geplant

Ansgar Mönter

Bielefeld. Weniger Eingriff in die Struktur des Altbaus, keine Überdachung für den offenen Innenhof am neuen Eingang, keine Terrassenabstufungen im neuen Eingang, eine kleinere Freitreppe vor dem neuen Eingang: Das sind in der Summe die wichtigste Veränderungen, die der Bauherr BLB vorgenommen hat, um mit der Uni-Sanierung fertig zu werden. Der erste Bauabschnitt könnte 2023 fertiggestellt sein – insgesamt sind sechs Bauabschnitte vorgesehen. Hinzu kommt eine weitere Neuheit: Die Uni selbst baut ein Hörsaalgebäude an der Straße Konsequenz (früher Morgenbreede), zunächst als Ersatz für das Audimax. Später, im regulären Betrieb, wird der Bau mit bis zu 800 Plätzen dann die Kapazität der Uni erhöhen. Freitreppe am ehemaligen Frauenparkplatz hinfällig Die ursprünglich vorgesehene Freitreppe im Bereich des ehemaligen Frauenparkplatzes wird in der geplanten Form nicht umgesetzt. Dadurch werden Eingriffe in den Bestand erheblich reduziert. Eine weitere Konsequenz aus den Planungsänderungen: Das Service Center für die Studierenden wird nicht im Innenhof des Neubaus, sondern voraussichtlich im Bereich der bisherigen Halle im Hauptgebäude mit direkter Anbindung an die zentrale Halle realisiert. Im Service Center werden zentrale Servicedienstleistungen und Beratungsangebote der Universität an einem Ort gebündelt. Weniger Risiko "Alle Planungsänderungen wurden in enger Abstimmung mit der Hochschule initiiert. Dabei hat der BLB NRW gemeinsam mit der Universität einerseits Planungssicherheit und Risikominimierung, andererseits die Anforderungen an die Funktion und den Betrieb der Hochschule im Blick behalten und so vernünftige Kompromisse gefunden", erläutert Feldmann die Ergebnisse der letzten Wochen. "Wir müssen uns von einigen attraktiven Elementen des Entwurfs trennen. Dennoch bekommen wir einen überzeugenden Neubau", ergänzt Dr. Becker. "Uns war wichtig, dass wir weiterhin alle Funktionalitäten, die für den ersten Bauabschnitt geplant waren, erreichen." Durch die neuen Planungen wird die Fläche des ehemaligen Frauenparkplatzes derzeit nicht weiter für Bauarbeiten benötigt. Daher öffnen BLB und Universität den Parkplatz zeitnah wieder. Dieser steht dann Studierenden, Beschäftigten und Gästen als reguläre Parkmöglichkeit bis auf weiteres wieder zur Verfügung. Die ausschließlich für Frauen vorgesehenen Parkmöglichkeiten auf der obersten Ebene des Parkhauses 3 bleiben bestehen. Universität plant neuen Hörsaal Eine weitere Änderung betrifft das Audimax, welches bisher, obwohl im ersten Bauabschnitt liegend, von der Universität weiter betrieben und genutzt wird. Die Überprüfung der Planungen hat ergeben, dass die Sanierung des größten Hörsaals mehr Zeit in Anspruch nehmen wird als bisher geplant. Dadurch müsste die Universität für einen längeren Zeitraum als bislang gedacht einen Ersatz finden. Zudem ist das Audimax an drei Seiten von Baustelle umgeben, wodurch eine störungsfreie Nutzung für Lehrveranstaltungen und Prüfungen nicht gewährleistet werden kann, wie die Erfahrungen mit der Schadstoffsanierung gezeigt haben. Daher haben Universität und der BLB NRW entschieden, das Audimax während der unmittelbaren Bauarbeiten nicht zu nutzen. Demnach wird das Audimax voraussichtlich ab Mitte 2019 bis zur Fertigstellung des ersten Bauabschnittes aus dem Betrieb genommen und dessen Modernisierung vorgezogen. Diese Maßnahme ermöglicht auch eine bessere Baulogistik und erleichtert den Betrieb der Baustelle. Wegfall des Audimax auffangen Die Universität beabsichtigt aktuell den Bau eines neuen Hörsaalgebäudes, um den Wegfall des Audimax aufzufangen. "Der große Vorteil eines neuen Gebäudes ist, dass wir damit dauerhaft einen Bedarf an zusätzlichen Lehrflächen decken könnten. Die Universität würde somit langfristig von der Investition profitieren", sagt Kanzler Dr. Becker. Der Startschuss für die konkrete Planung des Hörsaalgebäudes fällt nach der Zustimmung des Hochschulrats zum Wirtschaftsplan. Als Standort ist die Konsequenz vorgesehen.

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