Bielefeld-Ubbedissen Messerstecherei führt zum Aus der Niehage-Partys

Zum wiederholten Male sorgen uneingeladene Gäste für Polizeieinsatz

Bielefeld-Ubbedissen (jr/pw). Die blutige Messerstecherei bei der Silvesterfeier vor dem Ubbedisser Partyraum der Schlachterei Niehage Am Bollholz, bei der mindestens zwei 18-Jährige verletzt wurden (nw-news.de berichtete), scheint auf einen Konflikt zwischen kurdischen und tschetschenischen Jugendlichen zurückzuführen zu sein. Die Polizei konnte dies gestern jedoch noch nicht bestätigen.

Schon am 12. Dezember war an gleicher Stelle eine Geburtstagsfeier eskaliert: Nicht geladene Gäste hatten Probleme gemacht, alarmierte Polizisten angepöbelt und sogar angegriffen. Neben einem der beiden Veranstalter (19) tat sich auch ein 16-jähriger Tschetschene handgreiflich hervor.

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"Wenn Dir Dein Leben lieb ist, lauf zurück."

Bei der Silvesterparty wenige Tage später muss es kurz vor 1 Uhr zwischen einer Gruppe von Türken oder Kurden und tschetschenischen Jugendlichen zu einer heftigen Schlägerei gekommen sein. Auslöser sollen querfliegende Silvesterböller und -raketen gewesen sein. Außerdem flogen laut Polizei die Fäuste, nachdem das spätere Opfer verneint hatte, etwas gegen Tschetschenen zu haben.

Letztlich erlitt dieser 18-jährige Bielefelder einen Messerstich am Rücken, ein zweiter wurde am Nacken verletzt, ein Herforder (18) am Oberschenkel. Einer jungen Frau, die just im Moment des Tumults aus dem Innenhof an die Straße getreten war, riefen Unbekannte ihr zu: "Wenn Dir Dein Leben lieb ist, lauf zurück."

Schlachterei-Inhaber will keine Partys mehr zulassen

Der Inhaber der Schlachterei, der die Obergeschoss-Halle mit Bar privat für Feiern zur Verfügung gestellt hatte, kündigte auf Anfrage nach dem Messervorfall an, dass es solche Partys bei ihm nicht mehr geben werde. "Die Probleme gehen immer von fremden, nicht geladenen Gästen aus. Da laufen leider einige komische Gestalten rum, die umsonst mitfeiern wollten."

Bei früheren Niehage-Partys sollen Veranstalter deshalb bereits eigens Türsteher am Hofeingang platziert haben.

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