Andreas Krummrey, Martin Freidank mit Dennis (7) auf dem Arm, Erzieherin Inga Steffen (rechts hinten), Patrick (4) und Mutter Susanne Fleer (rechts vorne) präsentieren die Kindersitze, die der ADAC gespendet hat. - © FOTO: CHRISTIAN WEISCHE
Andreas Krummrey, Martin Freidank mit Dennis (7) auf dem Arm, Erzieherin Inga Steffen (rechts hinten), Patrick (4) und Mutter Susanne Fleer (rechts vorne) präsentieren die Kindersitze, die der ADAC gespendet hat. | © FOTO: CHRISTIAN WEISCHE

Kindersitze für 150 Bielefelder Kindergärten

ADAC beteiligt sich an Verkehrssicherheits-Kampagne der Polizei / Die Bedeutung des orangefarbenen ECE-Prüfsiegels

Bielefeld. Wenn die Tante oder die Oma ein Kind aus der Kita abholen wollen, gibt es häufig ein Problem: Sie haben keinen Kindersitz dabei, und ohne ist es zu gefährlich, die Kleinen im Auto mitfahren zu lassen. Darum sammelt die Polizei Spenden, um Kitas mit einem sicheren Sitz auszustatten.

Allein 2008 verunglückten in Deutschland 51 Kinder und Jugendliche (bis 15 Jahre) tödlich, weil sie nicht ausreichend durch eine Babyschale oder einen Kindersitz gesichert waren. "Auch in Bielefeld beobachtet die Polizei leider den Trend, dass die Zahl der Kinder, die als Beifahrer verletzt werden, steigt", sagt Andreas Krummrey, bei der Polizei für den Bereich Verkehr zuständig.

Um die Gefahren für Kinder zu senken, nimmt die Polizei an der landesweiten Verkehrssicherheitsaktion "ER hält alles – der Profi fährt mit Gurt" teil. Mit wechselnden Sponsoren hat sie sich vorgenommen, innerhalb eines Jahres 150 Kindergärten im Stadtgebiet mit einem modernen und sicheren Kindersitz auszurüsten. "Über jeden weiteren Sponsor sind wir dankbar", so Krummrey. "Auch Privatleute können sich an dem Sicherheitsprojekt beteiligen."

Seit dem Start der Aktion im April hat die Polizei 23 Kindersitze vergeben. Zehn weitere im Wert von jeweils 110 Euro hat der ADAC nun gespendet. "Viele Leute geben für Airbags, Navis oder Bildschirme im Auto viel Geld aus – aber der sichere, geprüfte Kindersitz wird oft vernachlässigt", sagt Martin Freidank, Geschäftsführer des regionalen ADAC.

Bei regelmäßigen Kontrollen vor Kitas stellen Polizei und Verkehrsclub oft fest, dass Eltern nicht wissen, welcher Kindersitz wirklich sicher ist. "Das können Eltern am orangefarbenen ECE-Prüfsiegel erkennen", erklärt Freidank.

Die Prüfversion des Sitzes muss mit den Ziffern 03 oder 04 beginnen, ansonsten entspricht der Sitz nicht dem im April 2008 erlassenen Standard. Nach der Straßenverkehrsordnung dürfen Kinder bis zum zwölften Lebensjahr oder bis zu einer Größe von 150 Zentimetern nur in einem Kindersitz im Auto mitfahren. Verstoßen Eltern gegen diese Vorgabe, drohen ein Punkt in Flensburg und ein Bußgeld in Höhe von 40 Euro. Alte Sitze müssen auf den neuen Standard überprüft werden.
    

Copyright © Neue Westfälische 2016
Texte und Fotos von nw.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Teilen

Kommentare

Die Kommentarfunktion für diesen Artikel ist deaktiviert.

nw.de bietet Ihnen unter vielen Artikeln und Themen die Gelegenheit, Ihre Meinung abzugeben, mit anderen registrierten Nutzern zu diskutieren und sich zu streiten. nw.de ist jedoch kein Forum für Beleidigungen, Unterstellungen, Diskriminierungen und rassistische Bemerkungen. Deshalb schalten wir bei Artikeln über Prozesse, Straftaten, Demonstrationen von rechts- und linksradikalen Gruppen, Flüchtlinge usw. die Kommentarfunktion aus. Näheres dazu lesen Sie in unseren Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion (Netiquette) und in dem Kommentar unseres Chefredakteurs Thomas Seim zur Meinungsfreiheit im Forum der NW.

realisiert durch evolver group