Bielefeld Bielefelderin drehte Dokumentation über pakistanisches Vergewaltigungsopfer

Hilke Schellmann erzählt vom mutigen Kampf einer jungen Frau

Los Angeles. Ausgerechnet in Pakistan, einem Land, das den traurigen Rekord für sogenannte Ehrenmorde hält, will Kainat Soomro vier Männer vor Gericht stellen. Sie behauptet, die Männer hätten sie betäubt und entführt, tagelang vergewaltigt. Damals war sie 13 Jahre alt. Die Bielefelderin Hilke Schellmann erzählt in ihrem 40-minütigen Dokumentarfilm "Outlawed in Pakistan" vom mutigen Kampf der jungen Frau. Ihr Film erregte jetzt beim Sundance Film Festival Aufsehen. Kainat konnte ihren Peinigern entkommen. Doch als der Vater das Verbrechen anzeigen wollte, wies ihn die Polizei ab. Stattdessen erklärte der Ältestenrat des Dorfes Kainat zur "kari", zur "schwarzen Frau". So werden Frauen genannt, die ihre Unschuld außerhalb der Ehe verloren haben. In Pakistan ist das wie ein Todesurteil...

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