Ron Diva mit Utz Wellmann (l.) und Christian Szameit im Falkendom. - © FOTO: ANDREAS FRÜCHT
Ron Diva mit Utz Wellmann (l.) und Christian Szameit im Falkendom. | © FOTO: ANDREAS FRÜCHT

Bielefeld Ron Diva und Band begeisterten bei CD-Premiere in Bielefeld

Heimischer Popkünstler im vollgepackten Falkendom

Bielefeld. Erwartungsvoll drängen sich im vollgepackten Falkendom die Premieren-Gäste. Ron Diva und seine Band stellen erstmals live die Songs ihres neuen Albums "Im Westen der Stadt" vor. Mit etwas Verspätung ist es gegen 21.30 Uhr soweit: Der Bielefelder Sänger, Gitarrist und Songschreiber eröffnet den Abend – mit zart gezupften Gitarrentönen. "Größer als du" heißt das Lied, das schon auf Ron Divas Debüt zu hören war und in neuem Arrangement auch auf der zweiten Platte zu finden ist. Mit seinem allmählich anziehenden Drive führt der Song die rund 150 Zuhörer am Freitag sozusagen im Zeitraffer an das erweiterte musikalische Spektrum des neuen Albums heran. Der heimische Popkünstler ist längst nicht mehr nur der einsame Folkpop-Picker, sondern er hat eine bestens eingespielte Band im Rücken, als deren musikalischer Direktor Gisbert-zu-Knyphausen-Bassist Gunner Ennen fungiert. "Läuft eigentlich ganz gut. Spiel’n wir noch’n Lied", stellt Ron Diva mit dem ihm eigenen schluffigen Charme nach zwei, drei Titeln fest. Tatsächlich könnte es nicht besser laufen. Die neuen Songs sind abwechslungsreich, eingängig, können ohne weiteres in der Deutschpop-Bundesliga mithalten. Die Band spielt sicher und mitreißend. Das Fundament legen Gunnar Ennen, der jedem Lied ein kernig federndes Bass-Rückgrat einzieht, und Schlagzeuger Utz Wellmann. Keyboarder Christian Szameit (manchmal auch an der E-Gitarre) und Gitarrist Falk Ebeler sorgen für vielfarbige Sounds. Gelegentlich ergänzt ein junges, noch nicht ganz homogen intonierendes Bläser-Trio die Band.Ron Diva geht sängerisch aus sich heraus Ron Diva (35), der auch ältere Titel wie "Komm an" oder "Freigetränk" ins neue Repertoire streut, geht bei soviel Rückenwind auch sängerisch mehr als sonst aus sich heraus. Dazu bieten das treibende "Lauf" oder das in eine rockige Coda mit rauschendem Orgelsolo mündende "Was allein nie heilt" Gelegenheit. Den Zugabenblock beginnt er solo mit Akustikgitarre: "Sonnenschein" natürlich, das Lied, das ihm den wichtigen TV-Auftritt bei "Inas Nacht" eintrug, und ein ganz neuer Song, bei dem er offenbar noch nicht ganz textsicher ist. Aber das sieht ihm das zuvor so reichlich mit seiner Musik beglückte Publikum gern nach. "Es war schön, ich war dabei", lautet eine Zeile in einem der neuen Ron-Diva-Lieder. Sie bringt auch die CD-Premiere gut auf den Punkt.

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