Bielefeld Viel Show für den "Bumerang"

Mehrere tausend Besucher beim Tag der offenen Tür in der neuen ADAC-Zentrale

Während Tim Junklewitz auf den Kleinwagen springt, steht sein älterer Bruder Jan rechts daneben auf seinem Motorrad. Die Trial-Biker zeigten ihr Können auf dem Parkplatz hinter dem neuen ADAC-Gebäude (im Hintergrund). - © FOTOS: BARBARA FRANKE
Während Tim Junklewitz auf den Kleinwagen springt, steht sein älterer Bruder Jan rechts daneben auf seinem Motorrad. Die Trial-Biker zeigten ihr Können auf dem Parkplatz hinter dem neuen ADAC-Gebäude (im Hintergrund). | © FOTOS: BARBARA FRANKE

Bielefeld. Von außen haben viele das Gebäude in Bumerang-Form bereits bestaunt. Am Wochenende nutzten mehrere tausend Besucher die Möglichkeit, die neue ADAC-Zentrale an der Eckendorfer Straße 36 auch von innen zu begutachten. Mit vielen Attraktionen versüßte der größte Automobilclub Europas den Besuchern den Tag der offenen Tür.

Der blaue Fiat Punto auf dem Parkplatz hinter dem Gebäude sieht gar nicht gut aus. Das Dach und die Motorhaube sind komplett zerbeult. Die Vandalismus-Täter stehen lächelnd daneben und werden auch noch bejubelt. Jan (24) und Tim (19) Junklewitz sind Wiederholungstäter. Die Trial-Fahrer des Bielefelder Motorsport-Clubs DMSC, der zum ADAC gehört, springen regelmäßig auf Autodächern herum.

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Beim Tag der offenen Tür überwinden sie mit ihren speziell angefertigten Motorrädern Hindernisse, ohne ein Bein auf den Boden zu setzen. Jan ist der amtierende Deutsche Meister. Der Höhepunkt für die Zuschauer: Zum Ende der Show springt er mit seinem 36 Kilo leichten Zweirad über seinen Bruder, der am Boden liegt.

Einige Meter weiter steht Cora Klemps Welt gerade auf dem Kopf. Die 45-Jährige sitzt im Überschlagsimulator. Kein Mann hatte sich hineingetraut, also fasste sich die mutige Bielefelderin ein Herz. Ihr Fazit: "Wenn man erstmal Zeit hat, sich zu orientieren, dann geht es. Jetzt weiß ich, wie sich das anfühlt."

Yüksel Capan vom ADAC hat ihr über Kopf gezeigt, wie man sich im Ernstfall aus einem Unfallwagen befreien kann. "Ganz wichtig ist es, bei einem Überschlag das Lenkrad loszulassen. Ansonsten kann man sich schnell etwas brechen", warnt der Fachmann. Klemp will sich den Tipp merken und zweifelt doch an der Umsetzung, denn: "Bei einem echten Unfall geht ja alles viel schneller."

Kostenloser Wintercheck

Blitzschnell geht auch der kostenlose Wintercheck in der ADAC-Werkstatt Würtz, die einer der Mieter ist. Florian Schütte inspiziert gerade Karin Tornowskis 20 Jahre alten Toyota Starlet. "Das ist das beste Auto, das ich je hatte", lobt die 58-Jährige ihren Kleinwagen. Und auch Schütte findet lobende Worte: "Für sein Alter ist der Wagen in einem sehr guten Zustand." Bis auf eine Kleinigkeit. "Die Bremsflüssigkeit sollten Sie mal wechseln lassen. Das ist aber keine große Sache", rät der Fachmann. Tornowski macht direkt einen Termin aus. Sie ist Mitglied im ADAC, seit sie im Alter von 20 Jahren ihren Schlüssel im Wagen liegen gelassen hat.

Joachim Madetzky sitzt am Autorefraktometer von Karin Lübberstedt (Fielmann). Die Augenoptiker-Meisterin führt kostenlose Sehtests durch. "Bei mir ist alles in Ordnung", sagt Madetzky nach dem Test. Der 66-Jährige ist mit seiner Frau aus Augustdorf angereist. Nach dem Besuch beim Tag der offenen Tür wollen sie zum Einkaufen in die Bielefelder Innenstadt. "Das ist ja nicht weit von hier", sagt Madetzky.

"Unsere Mieter und auch wir sind sehr zufrieden mit den Besucherzahlen", sagt ADAC-Sprecher Ralf Collatz. "Wir konnten unser neues Gebäude gut präsentieren." Collatz hält die Entscheidung, den modernen, futuristisch anmutenden Entwurf des Bielefelder Architektenbüros Brüchner-Hüttemann-Pasch in die Tat umgesetzt zu haben, für richtig. Die Zahlen geben ihm Recht: In den ersten Wochen sei der Andrang in der neuen Zentrale viel höher als am alten Standort gewesen.

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