BIELEFELD 17. Christopher Street Day in Bielefeld: Buntes Werben für Vielfalt

Mehr als 1.000 Menschen lautstark unterwegs

VON KURT EHMKE
Den Christopher Street Day gab es zum 17. Mai in der Leineweberstadt. - © FOTO: ANDREAS FRÜCHT
Den Christopher Street Day gab es zum 17. Mai in der Leineweberstadt. | © FOTO: ANDREAS FRÜCHT

Bielefeld. Sie wollen akzeptiert werden, gleichgestellt leben und lieben können, also ein normaler Teil der Gesellschaft sein – und präsentieren sich und ihre Anliegen einmal im Jahr weit jenseits aller Normalität: Am Christopher Street Day (CSD) hisst Oberbürgermeister Pit Clausen die Regenbogenfahne für die Anliegen der Schwulen und Lesben sowie jener, die sich sexuell irgendwo dazwischen ansiedeln – und danach gibt es einen bunten, wilden Zug quer durch Bielefeld.

Gut 1.000 Menschen feiern von mittags bis abends den CSD – und jubeln lautstark, als Clausen vor dem Rathaus sagt: "Leider sieht ja nicht jeder Bielefelder die Regenbogenfahne am Rathaus – deshalb habe ich sie schon heute Morgen an der Sparrenburg aufgehängt."

Danach heizt die Percussion-Band Les Benitas ein. Grünen-Bundestagsabgeordnete Britta Haßelmann und Clausen, der hier kurz einmal den Repräsentanten abstreift und lässig im Rhythmus mittanzt, begleiten den Zug bis zum Startpunkt an der Nicolaikirche. Welches Gewicht solche Auftritte haben, wird deutlich bei Sarina und Laura (beide 15) aus Lemgo: Das Pärchen hält Händchen, küsst sich, Sarina sagt: "Hier können wir so rumlaufen, ohne uns gleich scheiße zu fühlen."

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