Advent, Advent, der Ofen brennt: Die Zimtsterne liegen auf dem Backblech, Mitarbeiterin Jessica Matyschok schaut auf dem Smartphone nach, wie lange sie dort noch liegen müssen. - © Christian Weische
Advent, Advent, der Ofen brennt: Die Zimtsterne liegen auf dem Backblech, Mitarbeiterin Jessica Matyschok schaut auf dem Smartphone nach, wie lange sie dort noch liegen müssen. | © Christian Weische

Bielefeld Wir haben den digitalen Backhelfer von Dr. Oetker getestet

Test: Jessica Matyschok, Mitarbeiterin der Neuen Westfälischen, hat die „Schritt-für-Schritt Anleitung“ der Online-Plattform backen.de ausprobiert. Das Ergebnis schmeckte der Redaktion ausgezeichnet

Jessica Matyschok

Bielefeld. Seit 1930 erscheint das Buch „Backen macht Freude“ von Dr. Oetker. Mit Hilfe des Rezeptbuches haben Generationen von Frauen Backen gelernt und das natürlich mit der bekannten „Gelinggarantie.“ Passend zur Weihnachtszeit bietet das Unternehmen nun einen „digitalen Backhelfer für zu Hause“ an. Denn mit Hilfe eines Smartphones, Tablets oder Laptops lassen sich echte Klassiker und neue Backtrends noch nie so einfach nachbacken, verspricht das Bielefelder Unternehmen zumindest. Die Redaktion der Neuen Westfälischen hat die Online-Plattform genauer unter die Lupe genommen und den Praxis-Test gemacht. DIE BEDIENUNG Mit der Auswahl der Internetadresse hat Dr. Oetker schon vieles richtig gemacht. Denn unter www.backen.de lässt sich die Online-Plattform ganz einfach finden. Dabei fällt positiv auf, dass keine App für die Nutzung runtergeladen werden muss. Auf der Startseite stechen die moderne Optik und das professionell fotografierte Gebäck ins Auge. In Pastelltönen und Weiß erscheint der digitale Backhelfer. Es wird schnell klar, dass die Zielgruppe weiblich ist. Der einfache Aufbau und das klare Design überzeugen, da alle Funktionen übersichtlich angeordnet sind. Da der „digitale Backhelfer“ ganz einfach gehalten ist, findet sich der Nutzer sofort zurecht. Auf dem ersten Blick ist nicht zu erkennen, dass der Online-Auftritt von Dr. Oetker betrieben wird. Rund 150 Rezepte können aktuell laut Unternehmen nachgebacken werden. Zusätzliche Rezepte sollen folgen. Diese werden von dem Unternehmen, nicht von den Nutzern hochgeladen, wie es bei vielen anderen digitalen Plattformen üblich ist. Nach eigenen Angaben hat das Unternehmen allerdings die Online-Plattform mit Hobby-Bäckern entwickelt, um deren Wünschen und Bedürfnissen gerecht zu werden. DIE REZEPTSUCHE Jetzt zum Praxistest. Das passende Rezept ist entweder in einer Suchleiste oder mit Hilfe von kategorisierten Vorschlägen einfach zu finden. Die Auswahl fällt auf das Rezept „Zimtsterne.“ Vor der „Schritt-für-Schritt Anleitung“ sind viele schöne Bilder des Gebäcks zu sehen. Der Zeitaufwand sowie die benötigten Zutaten und Utensilien sind darunter aufgelistet. Hilfreich ist, dass eine Einkaufsliste erstellt und unproblematisch mit benötigten Zutaten kopiert werden kann. Dabei fällt auf, dass Dr. Oetker in der Zutatenliste nicht die eigenen Backzutaten bewirbt. DAS BACKEN Die „Schritt-für-Schritt Anleitung“ führt gekonnt mit 14 Bildern durch den Backprozess. Hier fällt auf, wie perfekt die Anleitung auf die mobile Nutzung angepasst ist. Wie in einer Fotostrecke wird der Backprozess schrittweise erklärt. Das lästige Scrollen zwischen Rezeptanleitung und Zutaten entfällt, da die Mengenangabe in der Anleitung angezeigt wird. Tipps, wie das Aroma leichter mit einem Zahnstocher aus dem Röhrchen zu bekommen oder die Ausstechformen in Mehl einzutauchen, sind für Backanfänger besonders hilfreich. Doch beim Testen wird fast die doppelte Zubereitungszeit benötigt. Das mag allerdings an den Backkünsten der Testerin liegen. Ein Minuspunkt ist jedoch klar. Damit der Teig beim Ausstechen der Sterne nicht klebt, wird zusätzlicher Puderzucker benötigt. Dieser wird aber nicht in der Zutatenliste erwähnt und fehlt beim Ausstechen der Sterne. DAS FAZIT Unser Fazit? Dr. Oetker macht einen erneuten, aber dennoch ernsthaften Versuch bei den bekannten digitalen Plattformen für Backrezepte mitzumischen. Der „digitale Backhelfer“ überzeugt, denn das Bedienen der Plattform ist einfach und optimal auf die mobile Nutzung angepasst. Der Test hat gezeigt, dass auch die „Gelinggarantie“ von Dr. Oetker mit dem „digitalen Backhelfer“ eingehalten werden kann. Das Unternehmen hat in der Vergangenheit bereits mit diversen Apps und Plattformen versucht, den Nutzer digital zu erreichen. Jetzt wird der Nutzerwille zeigen, ob Dr. Oetker das richtige Rezept für seinen digitalen Auftritt gefunden hat.

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