Ein Lkw hat auf der A2 bei Bielefeld 800 Liter Diesel verloren und die komplette Fahrbahn verunreinigt. Die Autobahn ist gesperrt. - © Andreas Eickhoff
Ein Lkw hat auf der A2 bei Bielefeld 800 Liter Diesel verloren und die komplette Fahrbahn verunreinigt. Die Autobahn ist gesperrt. | © Andreas Eickhoff

Bielefeld Lkw verliert 500 Liter Diesel - A2 bei Bielefeld mehr als neun Stunden voll gesperrt

Autobahn ist in Fahrtrichtung Dortmund noch bis in die Nacht gesperrt

Jens Reichenbach
Alexandra Buck

Bielefeld. Die Autobahn 2 war am Mittwoch zwischen dem Kreuz Bielefeld und der Anschlussstelle Gütersloh in Richtung Dortmund mehr als neun Stunden voll gesperrt. In diesem Bereich hatte kurz nach 12 Uhr ein Lastwagen 500 Liter Dieselkraftstoff verloren und damit die gesamte Fahrbahn verunreinigt. Die Sperrung ab dem Autobahnkreuz dauerte schließlich bis 21.15 Uhr an, wie die Polizei am Abend meldete. Der Verkehr auf den Umleitungsstrecken in Bielefeld, Lippe und im Kreis Gütersloh brach zeitweise völlig zusammen. Der Fahrer einer Rendsburger Spedition hatte die Polizei selbst verständigt und seinen Lkw dann vor dem Parkplatz Heideplatz bei Verl abgestellt. Nach Angaben der Polizei hat er zuvor 500 Liter Dieselkraftstoff aus seinem Tank verloren. Nach Angaben von Feuerwehreinsatzleiter Frank Klumpe war ein Bruchteil eines Bakenfußes gegen den linken Tank geflogen und hatte einen Riss in das 800-Liter-Gefäß geschlagen. Innerhalb kürzester Zeit flossen 500 Liter Diesel auf die Fahrbahn. Polizeibeamte schaufeln einen Erdwall auf Weil die gesamte Fahrbahn verunreinigt war, sperrte die Autobahnpolizei daraufhin die A 2 in Richtung Dortmund für mehr als zehn Stunden zwischen dem Bielefelder Kreuz und der Anschlussstelle Gütersloh komplett. Um zu verhindern, dass der Diesel in nahe liegende Bäche und die Kanalisation fließt, haben Polizeibeamte Erdreich zur Eindämmung angehäuft. Darüber hinaus saugte die alarmierte Bielefelder Feuerwehr große Mengen des Diesels von der Straße und setzte Bindemittel ein, um den Kraftstoff zu binden und aufzunehmen. Weil neben der Fahrbahn möglicherweise auch angrenzendes Erdreich verunreinigt wurde, erklärte Polizeisprecher Achim Ridder, wurde die Untere Wasserbehörde hinzugezogen. Nach erster Begutachtung gab diese aber Entwarnung: Weitere Verunreinigungen konnten abgewendet werden, so die Polizei. Der wartende Verkehr konnte nach gut drei Stunden weiter Um kurz nach 15.15 Uhr konnte eine Kehrmaschine zumindest den äußersten linken Fahrstreifen so weit reinigen, so dass die vor der Schadensstelle gefangenen Fahrzeuge endlich weiterfahren konnten, berichtet Ridder. Nur leider gestaltete sich die Reinigung der Fahrbahn als äußerst kompliziert. Die Autobahnmeisterei forderte sogar eigens ein Spezialreinigungsfahrzeug (siehe Fotostrecke) aus dem Kreis Warendorf an. Doch auch damit zogen sich die Arbeiten bis in die späte Nacht hinein. Laut Klumpe setzte die Firma für „Havariemanagement" auf der betroffenen, 500 Meter langen Strecke ein starkes Reinigungsmittel ein, um Benzin und Öl richtiggehend aus dem Asphalt zu lösen. Allerdings geschah das teilweise in Handarbeit und nahm viel Zeit in Anspruch. Auffahrunfall im Stau: Eine Person leicht verletzt „Um 21.15 Uhr konnten wir die A 2 wieder freigeben", hieß es kurz vor Redaktionsschluss. Weil die Reinigung aber nicht vollständig ausgeführt werden konnte, gilt auf dem Abschnitt bis auf weiteres Tempo 60. Die Polizei geht davon aus, dass am Donnerstag nochmals gereinigt werden müsse. Immerhin konnte der beschädigte Lastwagen am Nachmittag abtransportiert werden. Mit der Vollsperrung brach schon am Mittag der Verkehr auf den Umleitungsstrecken in Oerlinghausen und Bielefeld zusammen. Spätstens am Nachmittag waren dann alle großen Ausfallstrecken in Bielefeld, Lippe und im Kreis Gütersloh hoffnungslos überlastet. Die Polizei sprach von massiven Verkehrsbeeinträchtigungen Zu allem Übel hatte sich im Kilometer langen Rückstau auf der Autobahn noch ein Auffahrunfall ereignet, bei dem eine Person leicht verletzt wurde, so die Polizei.  Hier war ein Lastwagen auf ein davor haltendes Auto aufgefahren.

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