Bielefeld Bielefelder Mediziner mit Oskar ausgezeichnet

Praxis-Oskars für Ehepaar de Brabandt und Michael Schneidereit

Heidi Hagen-Pekdemir

Zur Oskarverleihung über den roten Teppich zu schreiten - auch Frederic de Brabandt wird schon mal davon geträumt haben. Wenn es denn so war, dann hat sich für den Mediziner jetzt ein Traum erfüllt. Allerdings war der Ort der Übergabe Hamburg statt Hollywood. Und bei der aktuellen Auszeichnung handelt es sich, immerhin, um den Praxis-Oskar. Dank eines Zertifikats haben es der Urologe und seine Frau Claudia, eine Gynäkologin, nun schriftlich: "Ambassadors of Excellence", also Botschafter für Vorbildlichkeit, dürfen sie sich nennen. Diese Auszeichnung erhalten haben das Paar und weitere Kollegen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz bei einer Feier auf dem Museumsschiff MS Bleichen im Hamburger Hafen. Dass de Brabandt, der ehemalige Marineoffizier, zu diesem Anlass seine Uniform einem bunten Outfit vorgezogen hatte, scheint irgendwie plausibel. Vorausgegangen war auch der inzwischen dritten Preisverleihung ein Auswahlverfahren. Nach Hinweisen aus der Bevölkerung bewertet eine Expertenjury die einzelnen Praxen und fordert sie zur Teilnahme an einer Zertifizierung auf. Mediziner, die mitmachen, erhalten ein Gütesiegel, das sie zur Auditierung, einer fortlaufenden Überprüfung, verpflichtet. Kriterien der Jury sind Faktoren wie wie Patientenansprache, Mitarbeiterentwicklung und soziale Verantwortung. Den Oskar als Krönung zum Abschluss erhalten dann "die Besten der Besten", wie es bei Praxis-Plus heißt, dem Hamburger Initiator dieses Bewertungssystems. Zu diesen Besten gehören nun erstmals auch Bielefelder Mediziner. Wobei Frederic und Claudia de Brabandt ihren Beruf auch außerhalb der Praxis in Schildesche ausüben. An einer Klinik in Dubai sind sie regelmäßig einige Wochen des Jahres tätig, dazu kommen regelmäßige Aufenthalte in Zürich und London. Das hat einen Grund: Neben der Medizin ist die Mode dem Urologen ein Herzensanliegen. Der Mann mit Lieblingsfarben wie Pink und Gelb zieht häufig als Netzwerker die Strippen zwischen Modelabels und Investoren. Dass seine Praxis jetzt den Oskar erhalten hat, sei auch ein Verdienst seiner acht Assistentinnen, betont de Brabandt. Nun hofft er, dass sich demnächst noch mehr seiner Kollegen motiviert fühlen, an der Zertifizierung teilzunehmen. In Bielefeld hat das in diesem Jahr bereits einer gemacht - und gewonnen. Der Kieferorthopäde Michael Schneidereit mit seiner Praxis Niederwall freut sich nun ebenfalls über einen Oskar: "Bei über 4.000 Praxen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die in diesem Jahr ins Rennen geschickt wurden, macht es uns schon ein wenig stolz, hier zu den Siegern zu gehören."

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