In Bielefeld sind Flüchtlinge überfallen worden. Die Täter haben gestanden, sie mit einer Pistole bedroht zu haben. - © Archivfoto Andreas Frücht
In Bielefeld sind Flüchtlinge überfallen worden. Die Täter haben gestanden, sie mit einer Pistole bedroht zu haben. | © Archivfoto Andreas Frücht

Bielefeld Haftstrafen für Überfall auf Flüchtlinge in Bielefeld

Prozess: Täter gestehen vor Gericht, Opfer zum Geldabheben gezwungen zu haben

Nils Middelhauve

Bielefeld. Das Landgericht hat drei junge Männer zu Haftstrafen von fünf Jahren und drei Monaten, vier Jahren und drei Monaten sowie einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren verurteilt. Sie hatten zuvor gestanden, im April an der Sudbrackstraße zu nächtlicher Stunde einen 21-jährigen Mann überfallen zu haben. Revolver vorgehalten Die 22 beziehungsweise 23 Jahre alten Täter begegneten ihrem Opfer am 9. April gegen 3.30 Uhr an der Sudbrackstraße in der Nähe der Stadtbahnhaltestelle. Dort umstellten sie den 21-Jährigen, hielten ihm einen – wohl ungeladenen – Schreckschussrevolver vor und verlangten Geld. Der Überfallene gab den Tätern zu verstehen, dass er Flüchtling sei und über kein Geld verfüge. Daraufhin musste er seine Taschen leeren. In diesen befand sich eine EC-Karte. Die Angeklagten dirigierten den 21-Jährigen zu einer nahe gelegenen Sparkassenfiliale und zwangen ihn, 250 Euro von seinem Konto abzuheben. Im Anschluss flohen sie mit der Beute in die Wohnung eines der Täter.

realisiert durch evolver group