Hier darf genascht werden: Sven Heyden (23) vom Süßwarenhersteller Storck aus Halle erzählt Gymnasiastin Clara Grewe, welche Ausbildungen das Familienunternehmen aus Halle anbietet. Natürlich darf sie sich von den "Mambas" welche mitnehmen. - © Barbara Franke
Hier darf genascht werden: Sven Heyden (23) vom Süßwarenhersteller Storck aus Halle erzählt Gymnasiastin Clara Grewe, welche Ausbildungen das Familienunternehmen aus Halle anbietet. Natürlich darf sie sich von den "Mambas" welche mitnehmen. | © Barbara Franke

Bielefeld Jobmesse in der Stadthalle mit tausenden Besuchern

100 Aussteller waren bei der 13. Auflage in der Stadthalle vertreten. Medienpartner war die Neue Westfälische

Ariane Mönikes

Bielefeld. Was ein Konditor macht, glauben viele zu wissen. Auch, wozu ein Rettungssanitäter oder eine Pflegekraft da sind. Aber was macht ein Tourismuskaufmann? Urlaub? Nein, nicht nur. Um auf Fragen wie diese Antworten zu bekommen, gibt?s die Jobmesse. Zum 13. Mal hat die bereits Station in der Ausstellungshalle der Stadthalle Bielefeld gemacht, Veranstalter war die Agentur Barlag aus Osnabrück. Die hatte wieder ein spannendes Programm für Schüler, Studenten, aber auch Fach- und Führungskräfte zusammengestellt. Die NW hat sich auf die Suche nach den interessantesten Jobs gemacht - und eine Auswahl zusammengestellt. FÜR NASCHKATZEN Wer einen süßen Zahn hat, könnte bei Storck seinen Traumjob finden. Das Familienunternehmen aus Halle bildet Süßwarentechnologen aus. Aber nur alleine Toffifee-Fan zu sein, reicht noch nicht, um in die engere Auswahl zu kommen. "Man braucht ein naturwissenschaftliches Verständnis", sagt Mitarbeiter Sven Heyden (23). Genascht wird aber auch: Wer gerade in der Qualitätssicherung ist, muss nicht nur schauen, dass die Bonbons auch alle heile sind, sondern auch testen, wie sie schmecken. Der Gaumen merkt sofort, wenn was nicht in Ordnung ist, weiß Heyden. Gymnasiastin Clara Grewe (17) ist ganz angetan: Sie lässt sich erklären, welche Voraussetzungen sie haben muss. FÜR PS-FANS Nein, wer bei Mercedes Benz Beresa eine Ausbildung machen will, muss natürlich nicht mit einem Mercedes auf den Hof fahren, sagt Ann Katrin Baum aus der Personalabteilung. Das Unternehmen bildet Automobilkaufleute aus, mindestens Mittlere Reife müssen die Bewerber mitbringen, sagt sie. Ganze 15 Bereiche durchlaufen die Azubis, sie sind in der Werkstatt, in der Disposition und auch in der Buchhaltung. Wer die flotten Wagen verkaufen will, muss draufsatteln und eine Weiterbildung machen. Die dauert ein Jahr, ein Führerschein ist dann auf jeden Fall ein Muss - denn ab und an geht?s dann auch auf die Straße. FÜR MUTIGE 30 Fächer können bei der Bundeswehr studiert werden, wie zum Beispiel Luft- und Raumfahrttechnik an der Bundeswehr-Uni in München. Wer sich allerdings dafür entscheidet, muss sich für 13 Jahre bei der Truppe verpflichten. Ist das Studium vorbei, geht?s zur Luftwaffe nach Köln-Wahn oder zum Jagdbombergeschwader nach Nörvenich. Dort sind die Absolventen dann zum Beispiel als Werkstattleiter tätig. "Wer sich für eine Offizierslaufbahn entscheidet, sollte sich allerdings auf einen Auslandseinsatz einstellen", sagt Oberstabsfeldwebel Thorsten Kramer, Leiter der Bundeswehrmessestände in NRW. Eric Lange (17) informiert sich am Stand - und schaut interessiert. Sein Fazit: "Klingt gut." FÜR TATKRÄFTIGE Sie sorgen dafür, dass Abfälle korrekt entsorgt und verwertet werden. Sie organisieren das Sammeln und Sortieren von Müll, führen ihn der Wiederverwertung zu oder entsorgen ihn umweltschonend: Fachkräfte für Kreislauf- und Abfallwirtschaft. Die Unternehmensgruppe Tönsmeier bietet diese Ausbildung erst im dritten Jahr an. "Der Beruf ist noch nicht so bekannt", sagt Lisa Niestrat aus der Personalabteilung. Jetzt vielleicht schon - denn am Stand war viel los. FÜR COMPUTERGENIES "Bachelor of Science - Wirtschaftsinformatik Software Engineering" - klingt spannend, ist es auch. Möglich ist der praxisintegrierte Studiengang beim Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW. Alle drei Monate wird zwischen Studium und Betrieb gewechselt, erzählt Student Aleksandar Szczepanski. IT-Security, Programmieren und BWL muss gelernt werden, fürs Studium gibt?s sogar einen Laptop.

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