Glasefaserkabel überall: Für die Digitalisierung ist diese Technik nötig. Unbestritten ist, dass das Land besser ausgestattet werden muss mit digitaler Infrastruktur. Was aber fehlt, ist eine Diskussion über die Schattenseiten der Entwicklung. - © Foto: dpa||
Glasefaserkabel überall: Für die Digitalisierung ist diese Technik nötig. Unbestritten ist, dass das Land besser ausgestattet werden muss mit digitaler Infrastruktur. Was aber fehlt, ist eine Diskussion über die Schattenseiten der Entwicklung. | © Foto: dpa||

Bielefeld Wissenschaftler informieren über die Schattenseite der digitalen Welt

In 15 Vorträgen und Diskussionen beschäftigt sich das Format mit der Frage, ob künstliche Intelligenz das Ende des Homo sapiens bedeutet

Ansgar Mönter

Bielefeld. Die Erfindung der Dampfmaschine hat die Lebensbedingungen der Menschheit radikal verändert - zum Guten wie zum Schlechten. Und was bewirkt die Digitalisierung beim Menschen? Wird sie die Lebensbedingungen des Homo sapiens verändern? Oder sogar ihn selbst in ungeahnter Weise? Auf diese und viele andere Fragen zur Digitalisierung sucht das Forum Offene Wissenschaft an der Universität im Wintersemester Antworten. Täglich äußern sich Politiker, Wissenschaftler und Wirtschaftsvertreter zu dem Thema. Fast ausschließlich mahnen sie eine Beschleunigung, Verbesserung oder Förderung der Digitalisierung an. Der Prozess wird als Innovation wahrgenommen. "Was aber gleichwohl fehlt, ist eine intensive öffentliche Diskussion darüber, was denn die Voraussetzungen und Perspektiven sind, welche Gruppen besonders profitieren und welche Schattenseiten mit dieser Innovation verbunden sind", mahnen die Veranstalter des Forums Offene Wissenschaft. Deshalb haben sie für 15 Termine - jeweils montags von 18.15 bis 19.45 in Hörsaal 4 der Uni - Wissenschaftler eingeladen. Die halten Vorträge dazu, anschließend wird wie immer diskutiert. Den Anfang macht am Montag, 9. Oktober, Professor Ipke Wachsmuth von der Technischen Fakultät der Uni Bielefeld mit der Frage: "Digitale Welt - Wie revolutionär ist die digitale Revolution?" Neben technischen Aspekten geht es um soziale, gesellschaftliche und ethische Fragen. So spricht Kommunikationswissenschaftler Wolfgang Schweiger von der Universität Hohenheim am 11. Dezember darüber, wie die sozialen Medien die Meinungsbildung verändern. Der Philosoph Ralf Stoecker von der Uni Bielefeld stellt am 22. Januar ethische Überlegungen zum Verhältnis Mensch und Computer an. Eine Woche vorher doziert Professor Lutz Ellrich von der Uni Köln über "Digitale Eliten". Die Einlader vom Veranstalterkreis, namentlich Günter Graumann, Jörn Stück?rath, Ludwig Huber und Dieter Vohmann, allesamt emeritierte Professoren der Uni Bielefeld, haben nach eigenen Angaben wieder "ausgewiesene Experten" von der Uni, der Fachhochschule und auswärtigen Hochschulen gewinnen können.

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