Außergewöhnlicher Anblick: In Island wurde der 3-D-Zebrastreifen getestet. - © Screenshot: Facebook / Gústi Productions
Außergewöhnlicher Anblick: In Island wurde der 3-D-Zebrastreifen getestet. | © Screenshot: Facebook / Gústi Productions

Bielefeld Schwebende Bremshilfe: Bielefelder Politiker wollen 3-D-Zebrastreifen testen

Ratsgruppe Bürgernähe/Piraten regt probeweise Umsetzung am Niederwall oder vor Schulen an

Dennis Rother

Bielefeld. Gibt's in Bielefeld bald einen 3-D-Zebrastreifen? Die Ratsgruppe Bürgernähe/Piraten regt das jedenfalls an. Die Politiker wollen Fußgängerüberwege, dessen weiße Streifen dann durch optische Illusion erhöht erscheinen und quasi schweben, in der Stadt testen. In den Schlagzeilen war die verkehrstechnische Innovation jüngst während der Premiere in Island. Die Stadt Ísafjörður hat einen Zebrastreifen "mithilfe verschiedener Farbschattierungen optisch so manipuliert, dass sie wie dicke weiße Blöcke über der Straße zu schweben und unpassierbar scheinen", schreibt Ratsgruppenchef Michael Gugat von den Piraten. "Je näher man darauf zukommt, desto mehr wird klar, dass der 3D-Effekt bloß eine Täuschung ist." Auf Autofahrer solle das abschreckend wirken und so zu mehr Vorsicht im Straßenverkehr führen. Bremshilfe mit "künstlerischem Mehrwert" Vor Zebrastreifen müsse grundsätzlich ein Weg gefunden werden, Straßenverkehrsteilnehmer weiter abzubremsen. Ein dreidimensionaler Zebrastreifen könne dafür dafür ideal sein "und bringt zudem auch noch einen künstlerischen Mehrwert". Die Ratsgruppe Bürgernähe/PIRATEN werde in der kommenden Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses die Verwaltung fragen, ob und wie eine zumindest probeweise Umsetzung in Bielefeld möglich ist. Wegen Einbahnstraßen würden sich besonders die beiden Zebrastreifen am Niederwall vor dem Rathaus für einen solchen Versuch eignen, so Gugat weiter. Weitere denkbare und wünschenswerte Orte könnten vor Schulen zu finden sein. Aussehen könnt's schließlich so wie in Island:

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