Auch in Bielefeld hatten im vergangenen Jahr so genannte "Horrorclowns" für Angst und Schrecken gesorgt. - © dpa/picture alliance
Auch in Bielefeld hatten im vergangenen Jahr so genannte "Horrorclowns" für Angst und Schrecken gesorgt. | © dpa/picture alliance

Bielefeld Polizei warnt vor Rückkehr der "Horrorclowns"

Auch in Bielefeld hatten die Verkleideten im vergangenen Jahr für Angst und Schrecken gesorgt

Alexandra Buck

Bielefeld. Die Polizei in NRW warnt vor einer Rückkehr der so genannten Horrorclowns. Im vergangenen Jahr hatten rund um Halloween gruselig Verkleidete bundesweit Menschen in Angst und Schrecken versetzt. Doch nicht nur Halloween naht - am 21. September startet die Neuauflage des Stephen-King-Schockers "Es" in den deutschen Kinos. Ein Grund mehr für die Polizei, die Bevölkerung zu warnen: „Nach den Erfahrungen aus dem Vorjahr ist durchaus zu befürchten, dass die Kostümierten wieder auftauchen", so ein Polizeisprecher. Unbekannte Personen mit Clownsmasken hatten im vergangenen Jahr in vielen deutschen Städten Passanten erschreckt und teilweise sogar angegriffen. Auch in Bielefeld hatte der Gruseltrend für Besorgnis gesorgt. Ein Kind in Brake hatte angegeben, einen Clown gesehen zu haben. Eine Bielefelder Mutter hatte im Oktober die Ankündigung eines Clown-Streichs an die Polizei übergeben. In der Chatnachricht eines Nutzers mit dem Clown-Profilfoto von Stephen Kings „Es" hieß es seinerzeit: „Macht euch gefasst, ab dem 22.10.2016 sind meine Kollegen in Bielefeld überall verteilt." Die Bielefelder Polizei rät, sofort wegzulaufen und die Polizei zu verständigen, wenn ein Clown mit Motorsäge oder Waffe auftaucht. Vorfälle dieser Art seien im Bereich der versuchten Körperverletzung anzusiedeln. Auf der anderen Seite könne solch eine Verkleidung auch einen harmlosen Hintergrund haben. Die Polizei appelliert deshalb an das Bauchgefühl der Zeugen. In Brake soll im September 2016 ein Mann mehrfach mit einer Clownsmaske Passanten und Kinder erschreckt haben. Die Polizei schickte einen Streifenwagen vorbei, konnte aber keinen Clown finden. In Brake brodelte die Gerüchteküche. Vor allem die Schüler und Eltern der Grundschule gerieten in Aufregung. Die Schulleitung soll daraufhin empfohlen haben, die Kinder nicht mehr alleine zur Schule zu schicken. Das NRW-Innenministerium nimmt die Attacken ernst. Es sei kein Spaß, Menschen bewaffnet zu erschrecken, sondern manchmal einfach nur sadistisch gefährlich, so ein Sprecher. Im Rostocker Stadtteil Evershagen hatte es im vergangenen Jahr einen gewaltsamen Übergriff auf eine Frau gegeben. Der schwarz bekleidete Mann war hinter einem Auto hervorgesprungen, schrie sein 31 Jahre altes Opfer an und verpasste ihr einen Schlag ins Gesicht. Die Frau allerdings hatte sich unbeeindruckt gezeigt und den Angreifer mit einem Tritt in den Genitalbereich zu Boden geschickt. Das Mitführen und Drohen von und mit Waffen erfordert polizeiliches Einschreiten und je nach Lage provoziert das Reaktionen der Einsatzkräfte, die nicht absehbar sind. Ausdrücklich warnt die Polizei vor Selbstjustiz. Der Trend aus den USA nennt sich „Killer Clown Prank" (engl.: Streich), zahlreiche Videos davon finden sich im Internet.

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