Die Klage des Mannes, der mit einem Spickzettel erwischt wurde, hat das Gericht abgewiesen. - © Symbolfoto: pixabay
Die Klage des Mannes, der mit einem Spickzettel erwischt wurde, hat das Gericht abgewiesen. | © Symbolfoto: pixabay

Bielefeld/Rheda-Wiedenbrück Spickzettel-Fall: Gericht weist Klage von erwischtem Polizei-Anwärter ab

Täuschungsversuch an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung: Student bei Wiederholungsklausur wegen unerlaubtem Hilfsmittel durchgefallen

Dennis Rother

Bielefeld/Minden/Rheda-Wiedenbrück. Die Klage des Polizei-Anwärters, der 2016 an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung (FHöV) mit Spickzettel erwischt wurde, hat das Verwaltungsgericht Minden abgewiesen. Das sagt Gerichtssprecherin Vivienne Bock. Damit ist die angestrebte Polizeikarriere des Mannes aus Rheda-Wiedenbrück beendet, bevor sie überhaupt richtig begonnen hat. Der Spickzettel-Fall ereignete sich im September vergangenen Jahres. Bei einer Strafrechts-Wiederholungsklausur entdeckte eine Aufsichtsperson bei dem Studenten das klein und eng beschriftete Stück Papier. Die Hochschule wertete es als unerlaubtes Hilfsmittel und ließ den Mann durchfallen. Der Auszubildende im Polizeivollzugsdienst reichte daraufhin Klage gegen das Land NRW ein. Laut eigener Aussage war er während der Klausur aufgefordert worden, seine Tasche vom Tisch wegzustellen. Als er der Aufforderung nachkam, soll die Tasche gegen die Wand gekippt und dabei der Zettel auf den Boden gerutscht sein. Auf dem Zettel hätte Klausurstoff zum Auswendiglernen gestanden, erklärte der Student. Laut Verwaltungsgerichtssprecherin Vivienne Bock ist die Erklärung aber letztlich irrelevant gewesen. „Schon das Mitführen eines solchen Zettels ist ein Täuschungsversuch", habe das Gericht entschieden. Der Student hat laut Vivienne Bock nun einen Monat Zeit, um einen sogenannten Antrag auf Zulassung einer Berufung gegen das Urteil stellen.

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