Es gibt im Sommer kaum gefährlichere Jobs. - © Symbolfoto Pixabay
Es gibt im Sommer kaum gefährlichere Jobs. | © Symbolfoto Pixabay

Bielefeld Straßenbauer: Der gefährlichste aller Sommerjobs

Gewerkschaft appelliert an alle Autofahrer, den Fuß vom Gas zu nehmen

Bielefeld. Ferienzeit für die einen, Hauptarbeitszeit für die anderen: Im Sommer steigt die Zahl der Straßenbauarbeiten. Die IG BAU Ostwestfalen-Lippe ruft deshalb zu besonderer Vorsicht auf. „Überhöhte Geschwindigkeit und Drängelei im Baustellenabschnitt sind eine Gefahr für die Beschäftigten", so Bezirkschefin Sabine Katzsche-Döring. Autofahrer sollten den Fuß vom Gas nehmen und ihren Frust über Staus oder Tempolimits nicht an den Bauarbeitern auslassen, fordert die Gewerkschaft. In Nordrhein-Westfalen wird nach Angaben der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) zwischen Anfang Juli und Mitte September auf 488 Kilometern Autobahn gebaut. Nur ein paar Zentimeter neben der Fahrbahn „In der Hauptferienzeit kann es da schon mal eng werden. Für die Straßenbauer, die oft nur ein paar Zentimeter neben dem Fahrbahnrand arbeiten, kann Ungeduld am Steuer tödlich enden", betont die IG BAU-Bezirksvorsitzende. Hinzu komme die hohe Belastung durch Hitze und Lärm: „An manchen Baustellen wird 24 Stunden lang im Schichtbetrieb gearbeitet. Die meisten Beschäftigten können von einem 8- Stunden-Tag im Sommer nur träumen", so Katzsche-Döring. Damit lasse irgendwann auch die Konzentration nach und das Unfallrisiko steige. Reisende sollten das im Kopf haben – auch auf dem Weg in den Urlaub. Detaillierte Baustellen-Informationen finden Autofahrer auf einer interaktiven Karte der BASt

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