Symbolbild. - © picture alliance / ZUMAPRESS.com
Symbolbild. | © picture alliance / ZUMAPRESS.com

Bielefeld Studentenvereinigung und Asta streiten um Geldvergabe an Antifa

CDU-nahe Studentenvereinigung und Asta im Streit um „Linksextremismus“

Ansgar Mönter

Bielefeld. Der CDU-nahe Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) an der Universität Bielefeld kritisiert, dass an der Hochschule „linksradikales Gedankengut und linksradikale Gruppen akzeptiert und als Bereicherung des Zusammenlebens empfunden werden", wie er in einer Pressemitteilung schriebt. Anlass dafür sind die gewaltsamen Proteste während des G20-Gipfels in Hamburg. An der Uni gibt es dazu aber auch erwartungsgemäß eine andere Sichtweise. Der RCDS prangert den Allgemeinen Studierendenausschuss (Asta) dafür an, dass er Linksextreme finanziell fördere. „Die Antifa, eine linksradikale Organisation, erhält im Jahr 18.580 Euro für Sachkosten und Aufwandsentschädigungen aus den Semesterbeiträgen aller Studenten." Nina Tröster, Vorsitzende des RCDS, verurteilt das: „Wir weisen seit Jahren auf die Förderung staatsfeindlicher Gruppierungen an der Universität hin." Das müsse ein Ende haben." Sami Moztoul, Vorsitzender des Asta an der Uni, bezeichnet die Vorwürfe als „Meinungsmache". „Dass der RCDS sich als Opposition an unserer Arbeit stört, ist nicht neu. Was für ihn linksradikal ist, muss es aber nicht für uns oder andere sein", sagt er. Moztoul nennt den Asta links, aber nicht linksextrem. Die Arbeit, auch die der unterstützten Gruppen, würde sich im Rahmen der freiheitlich-demokratischen Grundordnung bewegen. Sollte das nach Ansicht des RCDS nicht der Fall sein, müsse er es nachweisen. Für Florian Grün, langjähriges Mitglied im Studierendenparlament für den RCDS, werden Unis „als Rekrutierungsquelle neuer Mitglieder von Linksextremisten missbraucht und studentische Gremien systematisch unterwandert". Vor allem in Bielefeld habe sich eine politische Kultur breitgemacht, in der Linksradikale ideell und finanziell gefördert würden. „Wenn man dies kritisiert, wird versucht, mit Nazivergleichen die Kritik zum Verstummen zu bringen. Für den Asta-Vorsitzenden ist das Blödsinn. Er wirft dem RCDS stattdessen vor, das Gespräch mit der Mehrheit zu scheuen.

realisiert durch evolver group