Das Bündnis gegen Rechts will am Samstag in Schildesche und Sennestadt gegen Rechtsextreme protestieren. - © Symbolfoto: Barbara Franke
Das Bündnis gegen Rechts will am Samstag in Schildesche und Sennestadt gegen Rechtsextreme protestieren. | © Symbolfoto: Barbara Franke

Bielefeld Das "Bündnis gegen Rechts" kündigt Proteste gegen Neonazi-Veranstaltungen an

Die rechtsextreme Partei "Die Rechte" will am Samstag in Schildesche und in Sennestadt auftauchen. Um 15 Uhr zieht noch eine Anti-Erdogan-Demo durch die Innenstadt

Jens Reichenbach

Bielefeld. Weil die rechtsextreme Partei "Die Rechte" mit ihrem Hauptakteur Sascha Krolzig für Samstag Wahlkampfkundgebungen in den Bielefelder Stadtteilen Schildesche und Sennestadt angekündigt hat, ruft das "Bündnis gegen Rechts" zu einer Gegendemo auf. Die Rechte hat bei der Polizei unter dem Motto "Masseneinwanderung stoppen - am 14. Mai Die Rechte wählen" jeweils eine Versammlung als stationäre Wahlkampfkundgebung angemeldet, wie Polizeisprecherin Sonja Rehmert bestätigte. Diese soll am Samstag, 22. April, von 12.30 bis 14 Uhr An der Reegt in Schildesche und von 14 bis 15.30 Uhr am Reichowplatz in Sennestadt passieren. Die Neonazis rechnen jeweils mit 30 Teilnehmern. Kurzfristiger Aufruf der Bündnis-Organisatoren Das Bündnis gegen Rechts hat daraufhin kurzfristig zu einer Gegenkundgebung unter dem Motto "Bielefeld ist und bleibt bunt und weltoffen" um 14 am Reichowplatz aufgerufen, um den rechtsextremen Aktivisten ein deutliches Signal zu geben, dass ihre rassistisch-menschenfeindlichen Gedanken in Bielefeld nicht willkommen sind. Update, 21. April, 19 Uhr: Zunächst wurde hier vermeldet, dass das Bündnis gegen Rechts auch zum Protest in Schildesche aufruft. Von der Idee ist das Bündnis aber wieder abgerückt: "Wir konzentrieren uns auf die Kundgebung in Sennestadt", sagt Mitorganisator Klaus Rees. Die Polizei wird beide Aktionen in Schildesche und Sennestadt begleiten: "Trotzdem gehen wir von einem friedlichen Verlauf aus", sagt Rehmert. Ab 15 Uhr Anti-Erdogan-Demo in der Innenstadt Doch damit ist die Arbeit der Polizei am Samstag noch nicht beendet: Ab 15 Uhr sammelt sich vor dem Hauptbahnhof eine Demonstration unter dem Motto "Solidarität für Hungerstreik in der Türkei". Die Demo der Erdogan-Gegner ("#Nein - es ist noch nicht vorbei! Es fängt gerade erst an!") wird vom Hauptbahnhof über Bahnhofstraße, Jahnplatz und Niedernstraße zum Alten Markt verlaufen, anschließend geht es zum Rathaus und über die Herforder Straße zurück zum Hauptbahnhof. Die Anmelder der Demo rechnen mit 300 Teilnehmern, das Ende der Demo wurde für 17 Uhr angekündigt. Im Innenstadtbereich wird es deshalb zu Behinderungen kommen.

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