Bielefeld Hauptzoll ermittelt gegen Shisha-Bar in Bielefeld

Beamte haben in Bielefeld und Minden 62 Kilogramm Tabak sichergestellt

Bielefeld. Zöllner der Hauptzollamts Bielefeld haben am 12. April Shisha-Lounges in Minden und Bielefeld kontrolliert. Sie prüften, ob "dort Tabakwaren im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen veräußert werden". Dabei entdeckten sie rund 62 Kilogramm Wasserpfeifentabak (WPT) in Dosenverpackungen mit vom Betreiber selbst gemischtem Tabak aus verschiedenen Geschmacksrichtungen. Aus den Dosen wurde, so vermutet das Zollamt, portionsweise Tabak entnommen und verkauft. „Das Vermischen ist steuerrechtlich eine Herstellungshandlung und hat die Entstehung der Tabaksteuer zur Folge", erklärt Kirsten Schüler, Pressesprecherin des Hauptzollamts Bielefeld. „Außerdem ist in Deutschland der Verkauf von Tabak nur in geschlossenen Verpackungen mit Steuerzeichen zu dem dort aufgedruckten Kleinverkaufspreis zulässig. Eine portionsweise Entnahme in der von vielen Barbetreibern praktizierten Form ist verboten". Gegen die Betreiber der Lounges wurden Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung eingeleitet. Der Wasserpfeifentabak wurde als Beweismittel sichergestellt.

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