Ihnen schmeckt’s: Kathrin und Andre Sieker mit Sohnemann Jeremy (11). Er hat bei „Burrico" Tacos bestellt, seine Mutter Burritos. Beim Mexican Grill ist alles frisch, sagt Mitarbeiter Timo Hooge. - © Barbara Franke
Ihnen schmeckt’s: Kathrin und Andre Sieker mit Sohnemann Jeremy (11). Er hat bei „Burrico" Tacos bestellt, seine Mutter Burritos. Beim Mexican Grill ist alles frisch, sagt Mitarbeiter Timo Hooge. | © Barbara Franke

Bielefeld So lecker war's auf Bielefelds erstem Streetfood-Wochenende

„Street Food Weekend“: 35 Wagen haben im Ravensberger Park Esskultur in die Stadt gebracht. Veranstalter Thorsten Kohlmeier will wiederkommen

Ariane Mönikes

Bielefeld. Essen von der Straße ist gerade so richtig angesagt. So fährt Sandra Flohe seit knapp zwei Jahren Firmen im Raum Paderborn an und verkauft Hotdogs in ihrem Foodtruck. „Doggy Delicious" nennt sich ihr rollender Stand, die Wurst ist hausgemacht, vegan mit frischem Brokkoli und Möhren. Die Brötchen backt eine Bäckerei nur für sie, das Rezept gibt sie nicht preis. Zwei Trucks hat sie mittlerweile, einer steht am Flughafen Paderborn/Lippstadt. „Ich stand schon immer auf Hot Dogs", sagt Flohe. „Und was mit Burgern funktioniert, muss auch mit Hot Dogs funktionieren", sagte sie sich. Es funktioniert. 35 Stände 35 Stände, sie nennen sich Speisewagen, „Burrico" oder „Die Foodpiraten", sind beim „Street Food Weekend" im Ravensberger Park aufgeschlagen. Essen und Trinken stehen im Vordergrund. Die Speisen, die angeboten werden, gibt’s aber nicht überall, sagt Thorsten Kohlmeier. Und schon gar nicht in der Qualität. „Alles ist frisch, Convenience gibt es bei uns nicht." Seit 2015 tourt Kohlmeier mit dem „Street Food Weekend" durch Deutschland. Er ist Geschäftsführer der in Koblenz ansässige Kohlmeier Event & Entertainment GmbH. Es ist das erste Mal, dass er in Bielefeld ist. Weil es am Wochenende so gut lief, will er noch im Sommer wiederkommen. Küche ist fleischorientiert Die Küche ist bei solchen Festivals traditionell fleischorientiert, aber auch Vegetarier oder Veganer finden ein breites Angebot. Goldbraun gebackene Empanadas an argentinischem Chimichurri, gesmoktes Rindfleisch – die Straßenküche hat es in sich. Kathrin und Andre Sieker sind mit Sohnemann Jeremy (11) aus Lage gekommen. Bei einem „Street Food Markt" waren sie noch nie, wollten es aber schon länger mal ausprobieren. „Wir möchten uns heute einmal durch die Welt essen", sagt Kathrin Sieker. Bei „Burrico" machen sie ihren ersten Halt. Timo Hooge macht Taccos und Burritos für die drei. Er ist mit seinen Kollegen auf vielen solcher Veranstaltungen unterwegs. „Die Festivals sind gerade im Trend, da will jeder dabei sein", sagt er. Nougat aus der Provence Yalcin Pirhan verkauft bei „Mallek’s Gourmetträumen" Nougat aus der Porvence. „Aus Eiweiß, Lavendel-Blütenhonig, Mandeln und Pistazien", erzählt er. Direkt daneben liegt die „Pasta di Mandorla" aus Sizilien. „Alles ist glutenfrei", sagt er. Denn die Kunden seien anspruchsvoll, darauf müsse man eingehen. Seine Basis hat Pirhan in Herne, er will aber nach Bielefeld kommen. „Ich möchte ins Loom", sagt er. Die Verhandlungen laufen, erklärt Pirhan. Der „Bacon Bomb Burger" ist schon optisch allererste Sahne. Das Fleisch – 80 Prozent Rind, 20 Prozent Schwein – wird vier Stunden im XXL-Smoker gegart. „Der Rauch macht ihn zu etwas Besonderem", sagt Mitarbeiter Olli Hartmann. Alleine der Smoker zieht die Blicke auf sich. Anfassen sollte man ihn aber besser nicht. Burger gibt es viele auf dem „Street Food Weekend", aber eben in unterschiedlichen Variationen, sagt Veranstalter Kohlmeier. Und genau das ist das Besondere an dieser Veranstaltung. Hier gibt’s nichts, was es nicht gibt.

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