Blick von der Stresemannstraße: Der Haupteingang ist, anders als bei Galeria Kaufhof, in die Mitte des Einkaufscenters gerückt. - © Sarah Jonek
Blick von der Stresemannstraße: Der Haupteingang ist, anders als bei Galeria Kaufhof, in die Mitte des Einkaufscenters gerückt. | © Sarah Jonek

Bielefeld Mitte Dezember gibt ECE bekannt, welche Läden ins Loom ziehen

Interview: Michael Latz (25) ist neuer Center-Manager der ECE für das große Einkaufszentrum an der Bahnhofstraße. Investor will sich in Werbegemeinschaft engagieren und verspricht einen Schwerpunkt in Mode, Fashion und Lifestyle

Bielefeld. In einem Jahr eröffnet das neue Einkaufscenter Loom in Bielefeld. In zwei Wochen wird der neue Center-Manager die Namen der Geschäfte verraten, die einziehen. Wir haben mit dem 25-Jährigen gesprochen.

Herr Latz. Sie übernehmen mit erst 25 Jahren als Center-Manager ein großes Shoppingzentrum. Fürchten Sie sich nicht vor der Verantwortung?
Latz:
Nein. Es ist ein großartiger Job, für den mich ECE sehr intensiv in verschiedenen Einkaufszentren ausgebildet hat und den ich bereits in zwei Objekten mit verantwortlich ausüben durfte. Dazu zählten auch zwei Neueröffnungen.

Das Loom eröffnet erst in einem Jahr. Was sind Ihre Aufgaben bis dahin?
Latz
: Das Spektrum ist sehr vielfältig. Da ist die Abstimmung mit den Kollegen von Architektur und Bau. Es geht jetzt um die Detailplanung für den laufenden Betrieb, der unsere Kunden stark berührt, wie Beschilderung, Kundeninformation und Mall-Möblierung. Dazu muss ein Team aufgebaut werden.

„Ein großartiger Job“: Michael Latz geht mit viel Mut und Zuversicht an seine Aufgabe als neuer Center-Manager des Einkaufszentrums Loom, das Investor ECE zwischen Bahnhof-, Stresemann- und Zimmerstraße als Nachfolge der City-Passage baut. - © Sarah Jonek
„Ein großartiger Job“: Michael Latz geht mit viel Mut und Zuversicht an seine Aufgabe als neuer Center-Manager des Einkaufszentrums Loom, das Investor ECE zwischen Bahnhof-, Stresemann- und Zimmerstraße als Nachfolge der City-Passage baut. | © Sarah Jonek

Wie viel Mitarbeiter werden Sie haben?
Latz:
13 sind geplant, fest angestellt und unbefristet. Dazu zählen der Technische Leiter, Assistentinnen, Haustechniker und Kundenbetreuer. Ich führe Bewerbungsgespräche und die Mitarbeiter müssen eingearbeitet werden.

Wie wird das Loom bekannt in Bielefeld?
Latz:
Wichtige Säule ist das Marketing. Auf Basis von gründlichen Analysen vor Projektbeginn und Kundenbefragungen wird ein passendes Konzept erarbeitet, um die Vorfreude auf die Eröffnung zu wecken. Dazu müssen wir auf die Tage danach schauen, an denen wir etwas Besonderes bieten wollen und Weihnachten vor der Tür steht.

Was ist das Besondere am Standort Bielefeld?
Latz:
Das Schöne hier ist, wir haben eine funktionierende Einkaufsmeile mit der Bahnhofstraße und der Altstadt, einen ganz attraktiven Einzelhandelsbesatz in der Stadt und die größeren Wettbewerbsstädte mehr als eine Stunde entfernt. Man spürt eine große Identifikation der Menschen aus dem Umland mit Bielefeld. Wir müssen vermitteln, dass es mit dem Loom eine neue Attraktion gibt.

Information
Auf Facebook hat Loom gefragt, welche Geschäfte sich die Bielefelder in ihrem neuen Einkaufscenter wünschen. Ganz oben auf der Wunschliste stehen die Bekleidungsketten Hollister, Bershka, Primark und Pull and Bear. Auch Franchise-Ketten wie Immergrün, Hans im Glück, Wonder Waffel, Mymüsli oder Dunkin’ Donut werden genannt. Nach Informationen der Lokalredaktion Bielefeld sollen Primark und Wonder Waffel tatsächlich einziehen.


Mit den Namen der neuen Geschäfte hält sich ECE noch zurück. Kennen Sie die Liste?
Latz: Ja. Sie ist aber noch in Bearbeitung. Es gibt eine große Nachfrage, das ist ein gutes Zeichen für eine hohe Attraktivität Bielefelds, die ausstrahlt. Wir schneiden Flächen passend auf Marken zu.

Stehen alle Mieter fest?
Latz:
Jein. Wir haben 110 Geschäfte und noch ein Jahr Zeit bis zur Eröffnung. Angesichts der hohen Nachfrage schauen wir, welche Konzepte passen ins Loom, um Überschneidungen zu vermeiden und viele neue Marken präsentieren zu können.

Wann werden Sie Namen bekanntgeben?
Latz:
Mitte Dezember, sozusagen als Weihnachtsgeschenk.

Welche Branchen zählen dazu?
Latz:
Im Prinzip alles außer Baumarkt. Wir setzen Schwerpunkte auf Mode, Fashion und Lifestyle, um der Nachfrage gerecht zu werden. Wichtiges Thema ist die Gastronomie, die wir im Foodcourt im 2. Obergeschoss und mit Außengastronomie zu Bahnhof- und Stresemannstraße hin im Erdgeschoss präsentieren. Wir wollen mehr als Einkaufen bieten, mit Verweilqualität als Marktplatz und Treffpunkt. Das ist heute in Online-Zeiten wichtiger denn je.

Wie ist Ihr Eindruck von Bielefeld?
Latz:
Ich war sehr positiv überrascht angesichts der bekannten Stereotype wie „Die Stadt, die es nicht gibt." Es ist eine sehr lebendige Stadt, es ist immer etwas los in der Innenstadt, die Altstadt ist architektonisch und mit viel Gastronomie attraktiv. Dazu die Sparrenburg als Wahrzeichen und die Nähe zum Teutoburger Wald, die ich als Läufer und Radfahrer schätze.

Es gibt in der Geschäftswelt auch Sorgen angesichts des großen neuen Konkurrenzen. Wie weit haben Sie schon Kontakt zum Einzelhandel?
Latz:
Meine Kennenlernrunde läuft, auch mit Akteuren der Werbegemeinschaft Bahnhofstraße. Ich höre sehr positive Rückmeldungen und Vorfreude auf das Objekt, was nicht selbstverständlich ist in den Städten, in denen wir ein Center eröffnen. Die Sorgen, wenn eine neue Einkaufsstätte eröffnet wird, sind verständlich. Aber wir haben bei ECE immer viel Wert darauf gelegt, in die Innenstädte zu gehen und mit den Akteuren zusammen zu arbeiten.

Werden Sie Mitglied in der Werbegemeinschaft?
Latz:
Ja. Wir beteiligen uns mit Engagement und finanziell, um den Standort nach vorne zu bringen. Wir können nur Erfolg haben, wenn der Standort attraktiv ist und Anziehungskraft ausstrahlt.

Ein Jahr ist noch Baustelle – eine Durststrecke für die Anlieger. Wie gehen Sie damit um?
Latz:
Ich habe mich mit meiner Vorgängerin Alexandra Wagner und Projektleiterin Sandra Harms schon vorgestellt, um ins Gespräch zu kommen. Wir haben selten eine Baustelle mit so vielen Berührungspunkten zu Häusern und Nachbarn. Deshalb gilt eine hohe Sensibilität, partnerschaftlich, lösungsorientiert und transparent zu arbeiten und die Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten. Da tut es gut, dass es auch lobende Reaktionen gibt.

Wie ist der Stand der Bauarbeiten?
Latz: Wir liegen im Zeitplan und hoffen, im Frühjahr, wenn der Verlauf des Winters absehbar ist, den endgültigen Eröffnungstermin für Herbst 2017 bekannt geben zu können.

Was planen Sie zur Eröffnung?
Latz:
Zuvor eine Abendveranstaltung für geladene Gäste und Projektbeteiligte als Dankeschön und zur Eröffnung Highlights und Überraschungen für unsere Kunden.

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