Container der Linienreederei Hamburg Süd. - © dpa
Container der Linienreederei Hamburg Süd. | © dpa

Bielefeld Oetker trennt sich von Reederei Hamburg-Süd

Der Bielefelder Konzern will die Sparte verkaufen, die rund die Hälfte seines Umsatzes ausmacht. Grund dafür sind hohe Verluste

Bielefeld/Hamburg. Der Oetker-Konzern hat sich zu einem drastischen Einschnitt entschlossen: Die Bielefelder wollen ihre Reederei Hamburg Süd mit 6.000 Mitarbeitern an den dänischen Weltmarktführer Maersk Line A/S verkaufen. Ein Vorvertrag mit dem in Kopenhagen ansässigen Konzern sei unterzeichnet worden, in den kommenden Wochen werde ein konkreter Kaufvertrag ausgehandelt, erklärte Oetker-Sprecher Jörg Schillinger. Zum Kaufpreis äußerten sich weder Oetker noch Maersk. Nach Schätzungen von Analysten dürften Oetker drei bis fünf Milliarden Dollar zufließen – allein der Wert der Konzern-Flotte, zu der 48 eigene Schiffe gehören, wird auf mehr als zwei Milliarden Euro taxiert. Die größten Schiffe kosten neu fast 100 Millionen Euro. Der Entschluss zum Verkauf ist den Gesellschaftern „nicht leicht gefallen", wie es hieß...

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