Ansprechpartnerin für das "YOUNGagement": Theresa Haschke unterstützt Katrin Brües (rechts) bei der Freiwilligenagentur für das Projekt. Vorsitzende der Freiwilligenagentur ist Richildis Wälter (links). - © Christian Weische
Ansprechpartnerin für das "YOUNGagement": Theresa Haschke unterstützt Katrin Brües (rechts) bei der Freiwilligenagentur für das Projekt. Vorsitzende der Freiwilligenagentur ist Richildis Wälter (links). | © Christian Weische

Bielefeld Lust auf Ehrenamt? Das Projekt YOUNGagement gibt Tipps

Projekt für junge Menschen von 14 bis 23 Jahre

Arno Ley

Mitte. Theresa Haschke ist neue Mitarbeiterin des Projekts "YOUNGagement" der Freiwilligenagentur Bielefeld. Die 22-jährige Soziologiestudentin ist damit Ansprechpartnerin für Jugendliche und junge Erwachsene, die sich ehrenamtlich engagieren wollen. Im Projekt "YOUNGagement" wird sie 14- bis 23-Jährigen befristete Tätigkeiten im Sozialbereich, in Kultureinrichtungen, im Sport und im Umweltschutz vermitteln. Das Projekt "YOUNGagement" bietet so etwas wie Schnupperpraktika im Ehrenamt. "Wer bei uns mitmachen will, verpflichtet sich nur, innerhalb von drei Monaten insgesamt 25 Stunden unentgeltlich anderen Menschen zu helfen", sagt Katrin Brües, die Leiterin der Freiwilligenagentur. "Das sind etwa zwei Stunden in der Woche. So ist das für die meisten trotz anstrengender Schule oder Uni zu schaffen", weiß Brües inzwischen aus Erfahrung. Denn "YOUNGagement" gibt es seit 2010. Seitdem wird das Projekt auch von der Stiftung "Diamant Software" unterstützt. Diese ermöglicht nun auch die Arbeit von Theresa Haschke. Das "YOUNGagement" soll einen Einblick in ehrenamtliche Tätigkeiten bieten. "Wir vermitteln in gemeinnützige Einrichtungen und öffentliche Institutionen", erklärt Brües. Das Angebot ist dabei breit gefächert: Bisher gab es beispielsweise Hausaufgabenbetreuung für Kinder, gemeinsame Spaziergänge mit Senioren, Hilfe bei einer Spielplatzaktionen, das Mitgestalten von Gruppenangeboten und die Freizeitbegleitung von Menschen mit Beeinträchtigungen sowie den Heckenschnitt und Nistkastenbau bei Naturschutzprojekten und die Unterstützung im Theaterlabor. "Wir sind für weitere Ideen offen", sagt Brües. "Wir setzen uns mit den Anbietern der Tätigkeit in Verbindung." Die Freiwilligenagentur bleibt die gesamte Zeit über Ansprechpartner für die Jugendlichen und jungen Erwachsenen. "Es kommt auch schon mal vor, das jemandem unerwartet Probleme mit einer Tätigkeit hat. Dann kümmern wir uns darum, dass er oder sie woanders weitermachen kann", sagt Brües. Für alle, die Mitmachen gibt es nach 25 Stunden ehrenamtlichem Einsatz ein Zertifikat. "Wichtiger aber sind die persönlichen Erfahrungen, die die Teilnehmer machen, sie übernehmen Verantwortung, bekommen Einblick in Tätigkeitsbereiche, die ihnen vorher zumeist fremd waren und gewinnen dadurch an Selbstständigkeit und Selbstbewusstsein. Und die meisten merken, dass es richtig Spaß macht, sich für andere einzusetzen", sagt Brües. "Deshalb haben wir auch viele Wiederholungstäter, die sich mehrmals engagieren." Auf der Internetseite von "YOUNGagement" gibt es einen kurzen Film, in dem Jugendliche selbst erklären, was und warum sie beim Projekt mitmachen: youngagement-bielefeld.de

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