Hannelore Pfaff und Julia Metzger haben sich in Schale geworfen. Wieder lockt der Gadderbaumer Weihnachtsmarkt. - © Kurt Ehmke
Hannelore Pfaff und Julia Metzger haben sich in Schale geworfen. Wieder lockt der Gadderbaumer Weihnachtsmarkt. | © Kurt Ehmke

Bielefeld Traditioneller Gadderbaumer Weihnachtsmarkt zum ersten Mal mit Sekundarschul-Stand

Von Freitag bis Sonntag: Der Markt öffnet täglich bis 19 Uhr und bietet viel Handgefertigtes

Kurt Ehmke

Gadderbaum. Weihnachtszeit ist die Zeit der Traditionen – so auch in Gadderbaum. Wie gewohnt und wie seit 1993 gepflegt lädt der Weihnachtsmarkt wieder am ersten Dezemberwochenende und somit am 2. Advent, zum Bummeln ein. Von Freitag bis Sonntag gibt es 30 Buden – die ersten 15 stehen draußen, auf dem Bethelplatz, die anderen 15 drinnen, im Haus Nazareth direkt am Bethelplatz, täglich bis 19 Uhr ist der Markt offen. Hinzu kommt das ebenfalls benachbarte Archivgebäude, in dem eine ungewöhnliche Ausstellung zum Thema Pfarrhaus zur (wärmenden) Stippvisite lockt. Traditionell laden Bezirksvertretung und Bethel gemeinsam zum kleinen, besonderen Markt ein. Und so formulieren Bezirksbürgermeisterin Hannelore Pfaff und Bethel-Ortschaftsreferent Fred Müller auch vorweihnachtliche Sätze wie diesen: „Weihnachtsmärkte sind gut für die Lebensqualität in den Quartieren – sie gehören einfach dazu und bringen Menschen zusammen" (Pfaff). Müller hält dazu eine weihnachtlich gestaltete Spieluhr hoch, es läuft der Klassiker „Rudolph, the Red-Nosed Reindeer". Noch einmal sei das Stichwort Tradition genannt. Pfaff betont, dass „wir von der Tradition leben: Was sich bewährt hat, ist auch dieses Jahr wieder da." Das bedeutet: Der Markt ist quasi derselbe wie im Vorjahr – bei kleinen Abweichungen. So wirft dieses Jahr wieder der SV Gadderbaum die Würstchen auf den Grill – und gibt es am Stand des Weihnachtsmannes neue Kostüme, sogar in mehreren Größen. Der Weihnachtsmann aber ist derselbe wie immer, und das ist gut so: Wofür sonst hätte sich Willie Herting seinen grauen Bart so wunderbar lang wachsen lassen sollen? Die Fotos von Kindern mit Engeln und Weihnachtsmann werden wie gewohnt gratis ausgedruckt, Spenden aber sind willkommen. Sie fließen ins Haus Gosen, das die beliebte Aktion vor Ort betreut. Ebenfalls auch ein kleines bisschen um den schnöden Mammon geht es bei einer anderen beliebten und etablierten Aktion. Am Donnerstag vor der Eröffnung schmücken Kinder aus vier Kitas etliche Bäume – und diese Kunstwerke werden dann am Sonntagabend versteigert. Die meist etwa 300 Euro fließen dann in die Gemeindebibliothek der Zionsgemeinde. Übrigens: Wer Sorgen hat, dass es keinen Pickert gibt, weil der mittlerweile auch aus dem Vereinsregister gelöschte Heimatverein nicht mehr existiert, der darf aufatmen: Mitglieder des Ex-Heimatvereins gönnen sich noch einmal den Stand und bieten ihren bewährten Pickert an. Ein Stand ist übrigens neu: Statt des Flohmarktstandes gibt es einen Sekundarschulstand (auch mit dem Thema Flohmarkt)– Infos über die vom Aus bedrohte Schule gibt es naturgemäß gratis dazu. Alles beim alten – das gilt bei den Fahrgeschäften: Die Familie, die das Karussell anbietet, ist wieder dabei; ein Crepes-Stand und ein Süßwaren-Stand gehören dazu. Und zur Sicherheit übernachtet der Schausteller auch selbst auf dem Bethelplatz und hat so ein Auge auf den Markt, wie auch die Polizei, die Streife läuft. * Gute Tradition sind auch die vielen Konzerte auf dem Markt – etwa im Halbstunden-Takt treten Schüler und Chöre auf, vom Kinderchor Bethel über die Freixenetten, mehrere Posaunenchöre sind dabei wie auch die Flötengruppe.

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