Riesiger Andrang: Die Studienanfänger bei der Begrüßungsveranstaltung im Audimax der Universität. - © Andreas Frücht
Riesiger Andrang: Die Studienanfänger bei der Begrüßungsveranstaltung im Audimax der Universität. | © Andreas Frücht

Bielefeld 2.900 Erstsemester legen in Bielefeld los

Zentrale Begrüßungsveranstaltung: Zahl der Studenten an der Universität Bielefeld bleibt mit mehr als 23.800 auf historischem Höchststand

Ansgar Mönter

Bielefeld. Die Universität saugt Jahr für Jahr Tausende junge Menschen in die Stadt. Zum Semesterstart haben gestern rund 2.900 Frauen und Männer ihr Studium aufgenommen. An der Uni studieren nun gut 23.800 Studenten. Das Niveau ist also nach wie vor hoch. Nie waren es mehr. Wie immer wurden die Erstsemester im Audimax begrüßt. Der Beginn der Veranstaltung verzögerte sich um gut 15 Minuten, denn immer mehr Zuhörer strömten in den größten Saal der Uni. Dort warteten Prorektor Martin Egelhaaf und Oberbürgermeister Pit Clausen zusammen mit dem künftigen Asta-Vorsitzenden Sami Maztoul auf die Neuankömmlinge, von denen viele bereits in der vergangenen Woche die Uni und ihre Kommilitonen kennengelernt haben. Clausen, Erstsemester des Jahres 1983, pries wie üblich bei dieser Begrüßung die Vorzüge seiner Heimatstadt: „Wenn Sie Vorzüge dieser Stadt entdeckt haben, werden Sie begeistert sein", versprach er den Beginnern. Von den 2.900 Erstsemestern werden jedoch viele Bielefeld schon kennen. Etwa die Hälfte kommt traditionell aus der Stadt oder der Region, der Rest aus dem übrigen Bundesgebiet. Der Anteil internationaler Studenten liegt in Bielefeld bei knapp unter acht Prozent. Für Clausen sind die Studenten an der Uni und den Fachhochschulen „Entwicklungstreiber" für die Stadt, die nach seinen Berechnungen nun fast 340.000 Einwohner zählt. Professor Egelhaaf versicherte trotz Höchststand – „in der Geschichte der Universität Bielefeld waren die Studierendenzahlen nie höher" – eine gute und steigend währende Qualität des Studiums. Dafür erinnerte er an das Programm „Uniplus", das Rektor Gerhard Sagerer am vergangenen Freitag während des Jahresempfangs vorstellte. „Um die Qualität in der Lehre zu sichern, startet die Universität jetzt eine Personaloffensive und stellt in den nächsten zwei Jahren mehr als 50 zusätzliche Professoren ein. Das bedeutet für Sie: bessere Betreuung und ein breiteres Veranstaltungsangebot", erklärte der Prorektor. In der zentralen Begrüßungsveranstaltung wurde außerdem die Kampagne „Uni ohne Vorurteile" vorgestellt, die das Rektorat der Universität Bielefeld gemeinsam mit dem Institut für Interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung ins Leben gerufen hat. Sie versteht sich als Statement gegen Abwertung, Ausgrenzung und Diskriminierung. Die meisten Studienanfänger verzeichnen die Fächer Bildungswissenschaften, Wirtschaftswissenschaften, Physik und Geschichtswissenschaft. Allerdings handelt es sich um vorläufige Daten. Die endgültigen Zahlen stehen Anfang Dezember fest, einzelne Verfahren sind noch nicht vollständig abgeschlossen. Die Uni Bielefeld ist die größte Hochschule in Ostwestfalen-Lippe. Mehr als 3.000 schließen hier jährlich ihr Studium ab.

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