Bielefeld Unionspolitiker fordern mehr Kontrollen am Kesselbrink

Razzia: Aggressive Gruppe am Agora-Würfel war der Auslöser. Sieben Nordafrikaner festgenommen

Jens Reichenbach

Bielefeld. Die Polizei hat nochmals erklärt, warum sie am Montag am Kesselbrink die Szene rund um den Agora-Würfel kontrolliert hat: Während des Wochenendes musste die Polizei in den Abend- und Nachtstunden immer wieder zu Einsätzen auf den Kesselbrink, erklärte Sprecher Michael Kötter. "Zwischen einzelnen Gruppen hatte eine aggressive Stimmung geherrscht." Dabei sei es auch zu Körperverletzungen und Raubtaten gekommen. Schließlich entschied man sich am Montagnachmittag zu der ungewöhnlichen Razzia. Von den 51 überprüften Personen wurden vorübergehend sieben junge Zuwanderer aus Nordafrika (20 bis 30 Jahre) aus Bielefeld, Gütersloh und Düren festgenommen. Fünf von ihnen trugen laut Polizei Betäubungsmittel bei sich. Ein junger Mann hatte einen Schlagring dabei, der siebte hatte einen Beamten beleidigt. Drei andere erhielten drei Monate Aufenthaltsverbot für den Kesselbrink. "Es war höchste Zeit, dass die Polizei auf dem Kesselbrink hart durchgreift", sagt Steve Wasyliw von der Jungen Union. Auch der CDU-Landtagsabgeordnete Ralf Nettelstroth wettert, dass es in Bielefeld keine "No-go-Areas" geben dürfe.Beiden zufolge sei das in Bielefeld zumindest am späten Abend inzwischen erreicht. Auch dass der "größte Drogenumschlagplatz OWLs" direkt vor der Haustür der Polizeiwache am Kesselbrink liege, sei besonders ärgerlich, so Wasyliw. Nettelstroth und Wasyliw fordern deshalb neben einem Sicherheitskonzept für die Stadt auch mehr Videoüberwachung an neuralgischen Stellen. Wie berichtet, war die Einrichtung einer Videoüberwachung im Ravensberger Park immer grenzwertig. Zumal sie zur Gefahrenabwehr in dieser Form ungeeignet war. Die Bilder liefen ohne dauerhaft kontrolliert zu werden in der Leitstelle am Kesselbrink auf. Nach zehn Jahren wurde die Videoüberwachung im Ravensberger Park 2011 eingestellt.

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