Unter dem Motto: "Angekommen?! Für das Menschenrecht auf sexuelle Selbstbestimmung" demonstrieren Lesben und Schwule beim Christopher Street Day in der Bielefelder Innenstadt. - © Barbara Franke
Unter dem Motto: "Angekommen?! Für das Menschenrecht auf sexuelle Selbstbestimmung" demonstrieren Lesben und Schwule beim Christopher Street Day in der Bielefelder Innenstadt. | © Barbara Franke

Bielefeld Bunte Parade zieht durch Bielefeld

Lesben und Schwule feiern den Christopher Street Day und demonstrieren für Anerkennung und Gleichberechtigung

Kurt Ehmke

Bielefeld. Sie ist der schrillste Teil des Christopher Street Days: die Parade, die heute durch Bielefeld zog. Hunderte Teilnehmer, teilweise freizügig angezogen und wild tanzend, demonstrieren auf ihre Weise für Gleichberechtigung und Anerkennung. Viele berichten jedoch davon, dass ein weiter Teil des Weges in diese Richtung bereits gegangen ist – aber eben nicht die ganze Strecke. So gebe es im Job weiter Probleme, vor allem im Einstieg und beim Aufstieg, betont das Ehepaar Ralf und Jens. Sie haben zwei Söhne, die Jens aus erster Ehe einbrachte; und erleben im Alltag kaum Diskriminierung, „sicher, weil wir unser Leben auch ganz normal leben", sagt Ralf. Sie sind „angekommen", dem Motto des CSD entsprechend. Hier schweift der Blick auch in die Ferne. Bielefelds schwuler Oberbürgermeister Pit Clausen sagt: „Wir klagen an, weil in anderen Ländern Lesben und Schwule verfolgt werden – und fordern Respekt für jede Art von Liebe überall."

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