Alle Bielefelder sind zum "Bunten Tisch" auf dem Kesselbrink eingeladen.
Alle Bielefelder sind zum "Bunten Tisch" auf dem Kesselbrink eingeladen.

Bielefeld Bunter Tisch: Open Air für volle Schulranzen!

Auf dem Kesselbrink am 9. Juli von 15 bis 17 Uhr

Bielefeld. Wir wollen Mauern einreißen für Kinder, denn jedes Kind hat ein Recht auf einen vollen Schulranzen. Beim vierten bunten Tisch treffen sich alle Bielefelder, denen Kinder und Bildung am Herzen liegen. Der Förderverein der AWO Freiwilligenakademie OWL e.V. und die Neue Westfälische laden ein zum Live-Konzert mit den Basement-Boyz auf dem Kesselbrink. Als Eintritt bitten wir um eine Spende von gut erhaltenen oder neuen Schulranzen bzw. Schulmaterial wie Stiftmappen, Tuschkästen, Stiften für die Bielefelder Schulkramkiste. Diese wird Ihre Spenden an bedürftige Kinder verteilen. Was kostet ein Grundschulkind pro Monat? Wie viel kostet ein Grundschulkind pro Monat? Der Staat meint: 208 Euro, so die Höhe der Sozialleistungen je Kind im Grundschulalter. Für Schulmaterialien sind davon 1,33 Euro vorgesehen. „Das ist ein Witz", sagt Kirsten Hopster, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Wohlfahrtsverbände. Kein Witz sei, die daraus resultierende Ungleichheit im Bildungssystem. Die Schulkramkiste hält mit Sachspenden dagegen – und bekommt am 
9. Juli musikalisch Unterstützung vom Bunten Tisch. Zum vierten Mal wird dann von 15 bis 17 Uhr für den guten Zweck „gekesselt". Der Kesselbrink wird für zwei Stunden zum Platz gelebter Solidarität, auf dem die Bielefelder ein Zeichen setzen können gegen Kinderarmut und für eine offene Gesellschaft. Und das auf denkbar angenehme Weise: mit einem kostenlosen Konzertbesuch. Der vierte Bunte Tisch Denn der vierte Bunte Tisch lädt zum Open-Air-Konzert mit den „Basement Boyz". Anstelle von Eintrittsgeldern werden Schulmaterialien gesammelt, die die Freiwilligen der Schulkramkiste kostenlos an bedürftige Familien ausgeben. Organisatoren sind der Förderverein der AWO-Freiwilligenakademie OWL und die Neue Westfälische. Gerngesehene Spenden sind neue Hefte, Stifte, Turnbeutel, Tuschkästen, Zeichenblöcke oder Wachsmalkreiden. „Wir freuen uns besonders über neue oder auch sehr gut erhaltene Schulranzen", sagt Hopster. Denn die seien immer knapp im Lager der Schulkramkiste. Ein kurzer Blick in den Kellerraum, der als Lagerort dient, bestätigt das: Ein Großteil der Regale ist fast leer, ein paar Stiftpackungen, gestapelte Schulhefte, in der Ecke acht Schulranzen. An den fünf Ausgabetagen im Jahr bilden sich immer Schlangen. „Das reicht hinten und vorne nicht", sagt Richildis Wälter. Sie ist Vorsitzender der Freiwilligenagentur, die das Projekt gemeinsam mit Hopsters Arbeitsgruppe seit 2008 betreut. „Leider", sagt Wälter. Denn die bloße Existenz der Schulkramkiste sei Zeugnis für die Versäumnisse der Politik. „Schon die Grundausstattung, die für die erste Klasse gekauft werden muss, kostet 167 Euro. Wie sollen Familien, die in Armut leben, das bezahlen können?", fragt Hopster. Dass sich der Staat darauf verlasse, dass Projekte wie die Schulkramkiste mit ihren Freiwilligen schon aushelfen würden, sei ungeheuerlich. „Die Sozialleistungen für Familien sind völlig unrealistisch kalkuliert. Von Gleichheit in der Bildung sind wir weit entfernt." Das macht den Bunten Tisch auf dem Kesselbrink am Wochenende zum Mitmach-Thema bei Funk und Rock von Stevie Wonder bis Bruno Mars. Hier gibt es weitere Informationen zur Veranstaltung!

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