Bielefeld Bielefelder aus Algerien berichtet von kriminellen Interessen seiner Landsleute

Kriminelle nutzen anonymes Asylverfahren und geben sich als Syrer aus. "Das Verhalten dieser Männer ist beschämend für mich"

Bielefeld. „Ich bin sehr enttäuscht von meinen Landsleuten", sagt Said (Name geändert), ein 30-jähriger Algerier, der während des Bürgerkriegs der 1990er Jahren mit seiner Familie von Nordafrika nach Deutschland geflüchtet ist. Denn ein großer Teil der Nordafrikaner, die derzeit nach Deutschland kommen und die politische Debatte beherrschen, haben keine guten Absichten, sagt der Bielefelder. „Sie nutzen die Lücken des Asylverfahrens schamlos aus."

Bescheinigung über die Meldung als Asylsuchender: Eine Mitarbeiterin der Zentralen Ausländerbehörde zeigt die sogenannte BüMA, eine vorübergehende Aufenthaltsgenehmigung. - © Wolfgang Rudolf
Bescheinigung über die Meldung als Asylsuchender: Eine Mitarbeiterin der Zentralen Ausländerbehörde zeigt die sogenannte BüMA, eine vorübergehende Aufenthaltsgenehmigung. | © Wolfgang Rudolf

„Ich habe im Sommer am Kesselbrink ein paar von meinen Landsleuten kennengelernt, ich wollte ihnen helfen, ihnen Tipps geben. Aber das juckt die nicht." Sie wollten lediglich stehlen – tagsüber in der Stadt, abends in der Bahn und nachts vor den Diskos. „Sie sprechen auch nicht gut Deutsch. Integration interessiert sie nicht." Deshalb hätten sie mich nur darum gebeten, ein paar Briefe zu übersetzen. Die waren fast alle von der Staatsanwaltschaft. Einige von ihnen hatten schon eine lange Liste: Körperverletzung, Diebstahl, Autoaufbrüche, Antanzen und so weiter."

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