Flüchtlinge sind am 13.09.2015 auf dem Weg die Grenze zwischen Ungarn und Serbien zu überqueren. - © Symbolfoto: dpa
Flüchtlinge sind am 13.09.2015 auf dem Weg die Grenze zwischen Ungarn und Serbien zu überqueren. | © Symbolfoto: dpa

Bielefeld Manche Migranten haben anderes Frauenbild als Mitteleuropäer

Flüchtlinge und Zuwanderer bringen teilweise schwierige kulturelle Prägungen mit, sind aber auch lernfähig. Es gibt unterschiedliche Tendenzen unter den Nationalitäten.

Ansgar Mönter

Bielefeld. Arabisch stämmige Männer stehen in Verdacht, Täter der sexuellen Übergriffe in Köln, Hamburg und - in geringerem Maße - in Bielefeld gewesen zu sein. Ein Experte, der seit Jahrzehnten mit Zuwanderern in Bielefeld arbeitet, erklärt Hintergründe. Er möchte anonym bleiben. KRIMINALITÄT Unter Flüchtlingen und Zuwanderern gibt es Nationalitätengruppen, die unterschiedliche Tendenzen zeigen, was Kriminalität und Drogendelikte betrifft. Wenig auffällig sind Iraker und Syrer. FRAUENBILD Vor allem Migranten aus Ländern Nordafrikas sind tendenziell stärker mit einem Frauenbild sozialisiert worden, das sich von dem der meisten Mitteleuropäer unterscheidet. Zum einen haben sie oft bisher nicht mal ein unbekleidetes Frauenbein gesehen, auch keine küssenden Paare auf der Straße, manche unter ihnen schließen aufgrund von (Sex-)Tourismus in ihren Herkunftsländern darauf, dass (unverschleierte) Frauen, die auch den Blickkontakt nicht scheuen, sexuell interessiert sind. EINREISE Aktuell geben sich vermehrt Nordafrikaner und andere arabisch sprechende Migranten als Syrer aus. Ihr Ziel: Nach Europa kommen. Mitunter lassen sie sich nicht registrieren, um frei zwischen den Ländern hin und her reisen zu können. Oft leben sie als illegal Eingewanderte im Land. SEXUALITÄT Unabhängig von den sexuellen Übergriffen ist Fakt: Sehr viele Flüchtlinge können Intimitäten oftmals kaum ausleben, und das mitunter über Monate. In Turnhallen und anderen Unterkünften gibt es so gut wie keine Privatsphäre. RELIGIÖSE KONFLIKTE Bisher hat es in Bielefeld wenig religiöse Streitigkeiten unter Flüchtlingen gegeben, und wenn, dann nur kleine Scharmützel. In der Regel wird versucht, etwa Jesiden und Muslime getrennt unterzubringen. VORBEUGUNG Nicht alle wollen oder können ihr schwieriges Frauenbild ändern, vor allem junge Migranten indes sind dazu durchaus bereit und fähig. Gut wären für alle Zugewanderten mehr Programme und Kurse, damit sie die kulturellen Gegebenheiten im Land besser kennenlernen und verstehen, dass es hier zwischen den Geschlechtern freien Austausch und Gleichberechtigung gibt. Wer sich an Frauen vergreift, muss die Härte des Staates zu spüren bekommen, denn das wirkt abschreckend.

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