Notunterkunft 1989: Erster Wohnsitz in Bielefeld auf einer Industriebrache. Die Wohnwagensiedlung für Aussiedler auf dem Gelände der ehemaligen Molkerei an der Oldentruper Straße. - © Dieter Johner
Notunterkunft 1989: Erster Wohnsitz in Bielefeld auf einer Industriebrache. Die Wohnwagensiedlung für Aussiedler auf dem Gelände der ehemaligen Molkerei an der Oldentruper Straße. | © Dieter Johner

Bielefeld Vor 25 Jahren gelang es erfolgreich, tausende Aussiedler unterzubringen

Aus aktuellem Anlass: Ein Rückblick und Vergleich

Bielefeld. Das wirtschaftliche Wachstum von Bielefeld ist untrennbar verbunden mit der Zuwanderung in die Stadt. Mit dieser These konfrontierte der damalige Ordnungsdezernent Jürgen Heinrich (siehe Kasten) 1993 die Teilnehmer beim Capyttel, dem Jahresessen des Verkehrsvereins. Mit Mühen hatte die Stadt in wenigen Monaten rund 10.000 Zuwanderer aus Osteuropa aufgenommen. Zugleich kamen Flüchtlinge aus anderen Regionen der Welt. Das Sozialsystem ist unter der Last nicht zusammengebrochen, die Nachbarschaften aber wurden bunter. Wer den aktuellen Flüchtlingsstrom und die daraus entstehenden Probleme betrachtet, wird sich vielfach an Ereignisse vor gut 25 Jahren erinnert fühlen. Notunterkünfte, die den täglich neu eintreffenden Menschen kein Bett mehr anbieten können. Damals wie heute mussten sie zeitweilig in Turnhallen untergebracht werden, die provisorisch hergerichtet wurden...

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