Bielefeld Wo Ritter raufen

Rund 50.000 Besucher beim Sparrenburgfest am Wochenende

Sie verzaubert die zahlreichen Zuschauer, ob Groß oder Klein, zusammen mit dem Duo "LautenLümmel". Die hören auf die Namen Brunhilla von Reichstein und Richard von Minnesang.
Sie verzaubert die zahlreichen Zuschauer, ob Groß oder Klein, zusammen mit dem Duo "LautenLümmel". Die hören auf die Namen Brunhilla von Reichstein und Richard von Minnesang.

Bielefeld. Lasst es mich so sagen. Wir schrieben gestern den 27. Tag des Heumondes im Jahre des Herrn 2014. Und hoch droben über der Stadt, die da heißt Bielefeld, tobte das Leben. Denn Ritter, Händler und allerlei Gauklerpack hatten sich das gesamte Wochenende angesagt, um den Menschen in der Stadt mannigfaltig Kurzweil darzubringen und um ihnen den einen oder anderen blanken Taler aus dem Kreuze zu leiern. Insgesamt kamen rund 50.000 Besucher.

Die Ritter versetzten die Zuschauer mit tollkühnen Kostproben ihrer Kampfeskunst in Erstaunen. Sie legten sich Kettenhemden an, unter denen sie dicke wollene Unterwämse trugen, auf dass der Stahl der Klinge nicht ungebremst in ihre Leiber fahre. Auf dem Kopf trugen sie eiserne Helme, die sie vor schweren Verletzungen schützen sollten. Auch ein Ritter braucht bisweilen noch seinen Kopf.
Ritter Linus von Gadderbaum ist gerade fünf Jahre alt und saß mit seinem Holzschwert und dem kleinen Schild auf einem der Ponys, die unterhalb der Burg im Kreis herum geführt wurden. Er war begeistert: "Ritter finde ich klasse."

Die braven Bauern gewährten einen Einblick in das ländliche Leben. Elias, der Schmied, formte mit Hammer und Amboss aus rotglühenden Eisen filigrane Fibeln. Das sind keine Lesebücher für die Kinder, sondern Verschlussbeschläge für Mäntel. In heutigen Zeiten kennen wir den Knopf und den Reißverschluss.

Zum ersten Mal waren der Kalif und sein Großwesir auf der Burg. Der Kalif hatte seinen Harem mitgebracht, der für ihn tanzte. Hans-Rudolf Holtkamp, Geschäftsführer der Bielefeld Marketing GmbH, war hoch zufrieden, das neue Konzept sei voll aufgegangen: "Das war ein absolut perfektes Wochenende." 50 Stände mehr als im letzten Jahr waren da.

Mehrere Musikgruppen unterhielten die Gäste auf vier Bühnen rund um die Burg in den unterschiedlichsten Musikstilen. Das Gauklerpack um Jeremias von Krötenstein wirbelte die verschiedensten Dinge gekonnt durch die Luft.

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