Bielefeld Der Polizei fehlen die Vorratsdaten

348 Täter konnten nicht ermittelt werden

Bielefeld. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) fordert von der neuen Bundesregierung, dass sie ihren Streit über die Einführung der Vorratsdatenspeicherung umgehend beendet. Es sei "ein Skandal, dass Hunderte von Straftätern, die Kinderpornos aus dem Internet herunterladen, nur deshalb straffrei bleiben, weil die Polizei nicht auf ihre Verbindungsdaten zurückgreifen darf", sagte der NRW-Landesvorsitzende Arnold Plickert. Nach Angaben der Polizeigewerkschaft konnten in Nordrhein-Westfalen in den vergangenen drei Jahren bei 348 Strafverfahren, die im Bereich der Internetkriminalität eingeleitet worden waren, die Täter "wegen fehlender Vorratsdatenspeicherung nicht ermittelt werden". Etwa ein Viertel der Verfahren im Bereich der Kinderpornografie (268 von 1.020) seien aus diesem Grund ohne Erfolg geblieben...

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