BIELEFELD Praline des Jahres kommt aus Bielefeld

"Nusslastig und gehaltvoll": Geschmackvolle Kreation von Jörg Kraume

VON THOMAS GÜNTTER
(v.l.) Klaus Passerschröer vom Pralinenclub, Jörg Kraume und Bürgermeister Horst Grube. - © FOTO: WOLFGANG RUDOLF
(v.l.) Klaus Passerschröer vom Pralinenclub, Jörg Kraume und Bürgermeister Horst Grube. | © FOTO: WOLFGANG RUDOLF

Bielefeld. Der Bielefelder Konditormeister Jörg Kraume (42) ist vom Pralinenclub ausgezeichnet worden. Seine Kreation "Mandelpraliné" wurde zur Praline des Jahres gewählt. Gestern erhielt Kraume in seinem Café die Urkunde. Der Preisträger: "Die Praline ist sehr nusslastig und gehaltvoll. Das kommt bei den Kunden an."

Diese Auszeichnung erhielt er zum ersten Mal. Mindestens achtmal kam aus seinem Betrieb die Praline des Monats. Der Pralinenclub existiert nach Angaben ihres Gründers Klaus Passerschröer aus Rhede im Münsterland seit 2002. Aus allen prämierten Pralinen des Monats wird der Jahressieger ermittelt. Die Nachricht über die Jahresauszeichnung erhielt Jörg Kraume Mitte Januar.

Die Mandelpraline gibt es in zwei Varianten: helle Vollmilch- oder dunkle Zartbitter-Schokolade. Die Füllung im Innern und die Verzierung oben drauf sind identisch. Innen sorgen Nougatschokolade und karamellisiere Mandeln für den süß-knusprigen Biss, oben - sozusagen on Top - prangt ein größerer Mandelschnitz.

Konditormeister seit 1992

Die Idee zu der Kreation hatte Kraume auf dem Bielefelder Weihnachtsmarkt, als er sich eine Tüte gebrannte Mandeln genehmigte. Die karamellisieren Mandeln übernahm er dann in seine Pralinenfüllung.

Zwischen den Worten Praline und Praliné gibt es eigentlich keinen Unterschied. Praline ist deutsch und klingt erdverwachsen, Praliné ist französisch und klingt vielleicht ein wenig eleganter.

Jörg Kraume ist seit 1992 Konditormeister. In den Papieren des Pralinenclubs wird er als Meister-Chocolatier bezeichnet. Das ist nicht falsch, aber Chocolatier ist in Deutschland kein Lehrberuf. Der Vater von Jörg ist Günther Kraume. Vater und Sohn halten je 50 Prozent des Geschäfts. Günther Kraume war lange Jahre der Obermeister des Konditoren-Handwerks.

Mandel hin, Nuss her: Kraume kredenzt zur Preisverleihung auch eine flache Praline, gefüllt mit flüssigem Karamell und oben auf der Zartbitter-Ummantelung bestreut mit Fleur de Sel (Meersalz, wörtlich "Salzblume"). Er selbst liebt die Kraume’schen Sparrenpralinen. Am liebsten gefüllt mit Himbeer-Fruchtmark.

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