Schaut genau hin: Dietrich Heine vom Seniorenrat zeigt auf ein verdrecktes Straßenschild in der Nähe des Gerichts. Dem Bielefelder fallen immer wieder schmutzige Schilder auf. - © Ingo Kalischek
Schaut genau hin: Dietrich Heine vom Seniorenrat zeigt auf ein verdrecktes Straßenschild in der Nähe des Gerichts. Dem Bielefelder fallen immer wieder schmutzige Schilder auf. | © Ingo Kalischek

Bielefeld Pottdreckig: Straßenschilder verkommen immer mehr

Kritik: Viele Exemplare in der Stadt seien so stark beschmutzt und abgenutzt, dass Fußgänger und Autofahrer die Straßennamen bei Regen und Dämmerung kaum noch lesen können. Darauf weist der Seniorenrat hin - und macht Vorschläge

Ingo Kalischek

Bielefeld. Wenn Straßenschilder immer mehr verschmutzen, so dass der Name der Straße nur noch schwer zu lesen ist, dann sind sie praktisch überflüssig. Ist das auch in Bielefeld der Fall? "Es wird seit Jahren schlimmer", sagt Dietrich Heine. Vor allem in der Dämmerung und bei Regen seien die Namen einiger Straßenschilder nicht mehr zu erkennen. Sie sind stark beschmutzt, abgenutzt und verdreckt. "Entweder aufgrund ihrer Alters, mangelnder Pflege oder wegen anscheinend geringer Qualität", sagt Heine. Er ist Mitglied im Seniorenrat und höre immer wieder von Bürgern, dass die Dreck-Schilder für ältere Menschen zunehmend ein Problem darstellen würden. Und nebenbei: Dass sie nicht schön aussehen - und für Ortsfremde und Touristen keinen sonderlich erfreulichen Eindruck von der Stadt hinterließen, sei auch klar, so Heine. Alle Bielefelder Stadtteile sind davon betroffen Beispiele dafür gebe es grundsätzlich in allen Stadtteilen. Auf vielen Schildern hat sich im Laufe der Jahre ein Grauschleier breit gemacht und die weiße Farbe verdrängt. Der Kontrast zwischen schwarzer Schrift und weißem Schild nimmt somit immer mehr ab. "Für Autofahrer mit Navigationsgerät mag das nicht so schlimm sein. Aber was ist mit den Menschen, die auf Karte und Schilder angewiesen sind?", fragt Heine. Deshalb hat der Seniorenrat das Problem nun in der Verwaltung thematisiert. "Wir wollen, dass die dreckigen Schilder in ein Reinigungsprogramm einfließen und künftig wieder lesbar sind", so Heine. Reinigung fällt in die Zuständigkeit der Umweltbetriebe Die Chancen dafür stehen gut. Reinhard Thiel vom Amt für Verkehr stellte kürzlich im Stadtentwicklungsausschuss klar, dass das Reinigen Aufgabe des Umweltbetriebs sei. Für das kommende Jahr sei eine zusätzliche Stelle vorgesehen, die sich unter anderem um die Schilder kümmern soll, so Thiel. Dietrich Heine ist guter Dinge, dass sich etwas tut. Denn an der Kreuzung Kurze Straße, Ecke Jöllenbecker Straße, sei die Situation noch bis vor kurzem besonders schlimm gewesen. "Dort wurden aber offenbar vor einigen Tagen neue Schilder angebracht", freut sich Heine.

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