Der Kransausleger des Lkw wurde komplett zerstört. - © Andreas Eickhoff
Der Kransausleger des Lkw wurde komplett zerstört. | © Andreas Eickhoff

Kreis Gütersloh/Bielefeld Zugausfälle nach Brückenunfall in Rheda-Wiedenbrück

Ein Lastwagen ist einer einer Eisenbahnbrücke steckengeblieben

Andreas Eickhoff

Rheda-Wiedenbrück. Weil offenbar der Kran des Fahrzeuges nicht eingefahren war, blieb am Dienstagmittag um 12.49 Uhr der mit Sand beladene Lkw eines Bielefelder Baustoffhändlers unter der Bahnbrücke auf der Pixeler Straße hängen und beschädigte sie erheblich. Die Reparaturarbeiten sollen bis in die Nachtstunden dauern. Der Bahnverkehr zwischen Gütersloh und Rheda-Wiedenbrück musste zunächst unterbrochen worden, weil die unmittelbar angrenzenden Gleise für den Personenverkehr genutzt werden. Schnell war aber klar, dass an dem massiven Bauwerk kein existentieller Schaden entstanden ist. So wurde ab 14.28 Uhr der Personenverkehr über die Gleise des Güterverkehrs geleitet, an der Unfallstelle fuhren die Züge aber sehr langsam. Es kam daher zu teils erheblichen Verzögerungen. Fernzüge auf der wichtigen ICE-Strecke von Berlin ins Ruhrgebiet und Rheinland wurden weiträumig über Osnabrück umgeleitet, sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn der Deutschen Presse Agentur (dpa). Der Nahverkehr endete in Gütersloh oder Rheda-Wiedenbrück, es wurde ein Ersatzverkehr eingerichtet. Bahnarbeiter bessern Schäden direkt aus Neben einem Notfallmanager machte sich an der Unfallstelle auch Mustafa Agca, Bezirksleiter der Deutschen Bahn in Bielefeld, ein Bild des Geschehens. Er orderte zur genauen Überprüfung und Reparatur des Schadens einen Brückenprüftrupp mit einer Hubarbeitsbühnen aus Hamm sowie einen Bautrupp. Die Mitarbeiter des Bautrupps entfernten zunächst die losen Betonteile und das beschädigte Stahlgeländer. In den Abendstunden wurde dann der fehlende Beton wieder aufgefüllt und vergossen.Über die Zahl der betroffenen Züge konnte zunächst noch keine Auskunft erteilt werden.Nach Polizeiangaben war ein 48-jähriger Bielefelder mit dem Mercedes-Lkw auf der Pixeler Straße aus Richtung Nordrheda kommend in Richtung Rheda unterwegs. Als er beabsichtigte unter der Unterführung in Höhe der Röttekenstraße durchzufahren, prallte der ausgefahrene Arm des Kranes gegen die Brücke. Der Lkw-Fahrer wurde leicht verletzt. Der Lkw mit einer zulässigen Gesamtmasse von 18 Tonnen, der von 176 Kilowatt (240 PS) angetrieben wird, blieb unter der Brücke mit erhebliche Beschädigzngen liegen. Der Lastwagen konnte zwar später noch etwa weiter bewegt werden, musste aber abgeschleppt werden. Der Kranaufbau wurde völlig zerstört. Die Pixeler Straße musste komplett gesperrt werden. Die Verkehrsteilnehmer mussten die Unfallstelle über die Straßen Auf der Schulenburg, Herzebrocker Straße und Am Güterbahnhof umfahren. Viele Passanten schauten sich den Schaden an der Absperrung erschrocken an und verfolgten teilweise einige Minuten die Arbeiten. Die hauptamtlichen Kräfte der Feuerwehr streuten ausgelaufenes Öl ab und reinigten die Fahrbahn. Der Gesamtschaden wird auf etwa 45.000 Euro geschätzt.

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