Das Crowdfunding für den ersten Bielefelder Unverpackt-Laden rennt. - © Losgelöst - der Unverpackt-Laden
Das Crowdfunding für den ersten Bielefelder Unverpackt-Laden rennt. | © Losgelöst - der Unverpackt-Laden

Bielefeld Crowdfunding für den ersten müllfreien Supermarkt in Bielefeld rennt

Die Menschen in Bielefeld spenden fleißig für das ambitionierte Projekt

Alexandra Buck

Bielefeld. Die Idee eines Unverpackt-Supermarkts ist in Bielefeld wie eine Bombe eingeschlagen. Mit einem Crowdfunding-Projekt wollen Kathrin Kappelmann und Christian Focke ihre Idee eines müllfreien Marktes verwirklichen - und haben in der Stadt offene Türen eingerannt. Normalerweise ist nach dem Einkauf im normalen Supermarkt ein Haufen Verpackungsmüll zu entsorgen. Im ersten Unverpackt-Bioladen in Bielefeld soll das anders werden. Um ihren Traum in Bielefeld zu verwirklichen, haben Kappelmann und Focke ein Crowdfunding gestartet, um mit Hilfe von Unterstützern ihren Traum realisieren zu können. Am 4. Mai startete die Spendensammlung im Netz. 5.110 Euro waren innerhalb von drei Tagen zusammen gekommen. Inzwischen ist die Summe auf 27.044 Euro angewachsen. Das Ziel ist, bis zum 5. Juni 35.000 zu sammeln. "Diese Summe benötigen wir, um Spendersysteme, Regale, Kassensystem, Theke, Nussmusmaschine und Getreidemühle anzuschaffen", heißt es. Das nächste Ziel: "Wenn wir bei 55.000 Euro angelangt sind, können wir dann die Erstbestellung realisieren. Jeder Euro darüber hinaus hilft uns, noch weitere Ideen zu realisieren, zum Beispiel ein Lastenfahrrad." "Losgelöst" soll der ersten im Herzen von Bielefeld gelegene Markt sein, der biologisch erzeugte Lebensmittel, Naturkosmetik und "zero waste"-Zubehör anbietet - und das unverpackt. Lebensmittel wie Reis, Nudeln, Getreide, Hülsenfrüchte, Trockenfrüchte, Nüsse, Tee, Gewürze, Kakao, Schokolade, Süßigkeiten und viele mehr, die es sonst im normalen Bioladen nur in Kunststoff verpackt gibt, können in Stoffbeutel, Dosen oder Gläser abgefüllt werden. Wer mag, bringt die Beutel und Verpackungen von Zu Hause mit oder kann sie im Laden erwerben. Obst und Gemüse, sowie eine Auswahl an Molkereiprodukten, werden von regionalen Bio-Landwirten frei von Plastikverpackungen bereit gestellt. Abgerundet wird das Sortiment durch Trinkflaschen, Bambuszahnbürsten, Rasierhobel, Haarseifen, verschiedene Bürsten, Reinigungsbausteine und vieles mehr. Wer das Projekt unterstützt, erhält im Gegenzug ein Produkt oder einen Gutschein. Wenn bis zum 5. Juni die 35.000 Euro nicht zusammen kommen, scheitert das Projekt und das Geld geht an die Spender zurück.

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