Kurze Wege: Von der großen Fahrzeughalle, in der die Patienten eintreffen, sind es nur wenige Meter bis zu den sieben Behandlungsräumen. Von hier führen Aufzüge direkt in die Krankenzimmer. - © Sarah Jonek
Kurze Wege: Von der großen Fahrzeughalle, in der die Patienten eintreffen, sind es nur wenige Meter bis zu den sieben Behandlungsräumen. Von hier führen Aufzüge direkt in die Krankenzimmer. | © Sarah Jonek

Bielefeld Diese neue Krankenhaus-Notaufnahme in Bielefeld kostete 22 Millionen Euro

Mit dieser Investition ist das Krankenhaus für weiter steigende Patientenzahlen gerüstet

Jürgen Mahncke

Bielefeld. Nach etwa einem Jahr Bauzeit wird am Freitag die neue zentrale Notaufnahme des Franziskus Hospitals an der Kiskerstraße eingeweiht. Mit weiteren Baumaßnahmen im hinteren Trakt des Krankenhauses wurden etwa 22 Millionen Euro verbaut. Ein Drittel der Investition trägt das Land NRW.Diese pauschalen Fördermittel richten sich dabei nach den jeweiligen Patientenzahlen des Krankenhauses. Zwei Drittel, etwa 14 Millionen Euro, wurden aus eigenen Mitteln bereitgestellt. "Nur mit Landesmitteln könnten wir unsere Einrichtung gerade so in Schuss halten", sagte Dr. Georg Rüter, Geschäftsführer des Hospitals. "Mit dem Geld, das wir zusätzlich in die Hand nehmen, ist Innovation und Optimierung zum Wohl der Patienten gewährleistet." Ein Neubau der zentralen Notaufnahme war dringend notwendig. Bisher fuhren Rettungsfahrzeuge und Krankenwagen die jetzt ausgediente Notaufnahme über die fast 40 Jahre alte Rampe in der Kiskerstraße an. Durchschnittlich 50 Fahrten waren es pro Tag. Der Beton hatte dadurch in den letzten Jahren stark gelitten. Kamen zwei Liegendtransporte zur gleichen Zeit, stand ein Fahrzeug oft geneigt. Im schlimmsten Fall musste der Patient durch den Regen ins Krankenhaus geschoben werden. Außerdem passten die immer breiter werdenden Rettungsfahrzeuge kaum noch auf die enge Rampe. Die neue Notfallaufnahme an der Rückfront des Hospitalgebäudes ist jetzt direkt über die Stapenhorststraße erreichbar. In der neuen, beheizbaren Halle haben vier Rettungstransportwagen gleichzeitig Platz. Von hier sind es nur wenige Meter bis zu den sieben Behandlungsräumen. Jeder ist auf dem neuesten technischen Stand und voll digitalisiert. Zwei Räume sind für direkte ärztliche Eingriffe vorgesehen. Besonderes Augenmerk wurde auf die Raumlufttechnik gelegt. Während zwei Räume von innen nach außen belüftet werden, wird der Isolationsraum für Patienten mit eventuell ansteckenden Krankheiten nur von außen nach innen belüftet. Mit einem eigenen Chefarzt für die Notaufnahme, Dr. Thorsten Franz, ist eine schnelle Ermittlung der Behandlungsbedürftigkeit gegeben. Alle Fachrichtungen des Hospitals arbeiten dabei Hand in Hand. Die Wartezeiten für Patienten verringern sich. Getrennt sind demnächst die liegenden Transporte von den Patienten, die eigenständig das Krankenhaus aufsuchen.

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