Bielefeld Im Bielefelder Rathaus wird es zu eng - eine Abteilung zieht aus

Rotation: IT-Abteilung wechselt, Räume für einige Ämter saniert, Millionenbetrag für Umbau

Joachim Uthmann

Bielefeld. Für einen Millionenbetrag werden innerhalb von zwei Jahren Räume im Neuen Rathaus saniert. Einige Ämter und Abteilungen ziehen um. Die Raumnot wird damit aber noch nicht behoben. Dafür wechseln die Stadtkasse und die Geschäftsbuchhaltung mit 100 Mitarbeitern aus der vierten Etage in angemietete Räume - ins REGE-Gebäude am Niederwall 26-28. Der Umzug ist in der kommenden Woche geplant. Damit seien die beiden Abteilungen in der Zeit nur eingeschränkt erreichbar, ein Notdienst aber eingerichtet, sagt Stadtkassenleiterin Sabine Moka. Sie verspricht sich Verbesserungen in dem neuen Domizil, vor allem, weil im Erdgeschoss künftig Platz für einen zentralen Empfang und damit eine Anlaufstelle für die rund ein Dutzend Kunden und Schuldner pro Tag sei. Das Gebäude Niederwall 26-28 wird frei, weil die Personalentwicklungsgesellschaft REGE im November mit in die neue Jugendberufsagentur am Hauptbahnhof gezogen ist. Die Stadt übernimmt die Anmietung des Hauses. Hintergrund ist die Enge im Neuen Rathaus. Sozial-, Jugend- und Schulamt, die hier arbeiten, setzen für Aufnahme und Integration von Flüchtlingen zusätzliche Mitarbeiter ein, teilte die Verwaltung im Finanz- und Personalausschuss mit. Verschärft wird der Engpass, weil das Amt für Personal und Organisation, geleitet von Karl-Heinz Voßhans, um die neue Abteilung IT-Strategie aufgestockt wird. Die löst den bisherigen Eigenbetrieb Informatik ab, den die Stadt wegen zu hohen Defizits aufgelöst hat. Die knapp 40 Mitarbeiter saßen bisher in angemieteten Räumen am Boulevard im Neuen Bahnhofsviertel. Jetzt ziehen sie mit ins Neue Rathaus, so Jürgen Bültmann vom Immobilienservicebetrieb, der die Sanierung umsetzt. Bültmann rechnet damit, dass die IT-Abteilung 2019 vollständig umgezogen ist.

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