Lutter-Grünzug an der Ravensberger Straße - © Jens Reddeker
Lutter-Grünzug an der Ravensberger Straße | © Jens Reddeker

Bielefeld Paprika-Bündnis gespalten bei Lutter-Grünzug

Eine Arbeitsgruppe soll einen Kompromiss suchen

Joachim Uthmann

Mitte. Die geplante Neugestaltung des Lutter-Grünzugs zwischen Stauteich I und Heepen wird zum Konfliktthema in der Paprika-Koalition im Stadtrat. Während sich die Grünen klar für die Variante mit großem Luttersee aussprechen, wehrt sich die SPD in Mitte gegen die Streichung von Stauteich II und Kleingärten. Die SPD auf Ratsebene ist noch unentschlossen. Eine Arbeitsgruppe soll einen Kompromiss suchen. "Es wird wohl auf eine Variante B hinauslaufen", erklärte SPD-Fraktionschef Georg Fortmeier, nachdem die Ratsfraktion sehr kontrovers das Thema diskutiert hatte. Umweltdezernentin Anja Ritschel (Grüne) hatte für die "Vorzugsvariante" geworben, die zwar den großen Luttersee bringt, aber auch die Streichung des Teiches II und der Kleingartenanlage beinhaltet. Deren Pächter wehren sich und erhalten von der SPD in Mitte Unterstützung. Andere in der SPD wollen dagegen den Koalitionsfrieden mit den Grünen nicht aufs Spiel setzen. Vorzugsvarianten-Gegner Frederik Suchla (Mitte), der mit Befürworter Ulrich Gödde (Umweltausschuss) die Arbeitsgruppe leitet, hält eine Variante B mit Erhalt von Kleingärten und Stauteich II sowie Teich III in der Größe wie heute für wahrscheinlich. Dass die Grünen sich anders festgelegt haben, ärgert viele SPDler. Doch Grünen-Fraktionschef Jens Julkowski-Keppler verteidigt die Vorzugsvariante, auch weil sie dem Tenor der Workshops mit Bürgern entspreche. Man müsse die Weser-Lutter im Ganzen sehen, die durch Offenlegungen und Neugestaltung deutlich erlebbarer und aufgewertet werde: "Die Alternativen erfüllen diese Kriterien nicht." Der Ersatz von Teich II durch naturnahe Flächen werte den Grünzug ökologisch auf und für die Kleingärten gebe es in vertretbarer Nähe am Venn genügend Ausweichflächen, betont der Grüne. Er begrüßt auch den Vorschlag, die Lücke an der Heeper Straße durch Wohnhäuser zu schließen, zumal die Straße lärmmindernd ausgebaut werde.

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